Formel 1 und WM im Fokus

Karl Schmidhofer: "Der Zulauf der Schifahrer ist ungebrochen". Foto: GEPA
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Pistenkontrolle für das Gütesiegel, Schifahren mit Volks-Rock´n´Roller Andreas Gabalier am Lachtal, Vorbereitungen für die beiden anstehenden Weltcups am Kreischberg und, und, und ... Zeit zum Zurücklehnen hat Seilbahner Karl Schmidhofer im Moment nicht. Und das, obwohl an Spitzentagen wie vergangenen Freitag rund 5.500 Schifahrer die Drehkreuze am Kreischberg und über 3.000 am Lachtal durchquerten - beide Schigebiete sind damit auf Rekordkurs.
MZ: Haben Sie schon Vorsätze für das neue Jahr gefasst?
Karl Schmidhofer: Das Wichtigste sind natürlich Gesundheit und Fitness, um die bevorstehenden Herausforderungen zu bewältigen. Wir müssen das dichte Programm gut abarbeiten. Mit dem Highlight Formel 1 kommen heuer wieder zusätzliche Aufgaben auf uns zu.
MZ: Wie sieht es mit Wünschen für 2014 aus?
Schmidhofer: Ganz oben auf der Liste steht ein guter Ablauf für die Formel 1-Rückkehr. Das hat Auswirkungen auf die gesamte Branche. Tourismus und Wirtschaft werden profitieren.
MZ: Wie sieht die erste Bilanz für die Weihnachtsferien am Kreischberg und am Lachtal aus?
Schmidhofer: Wir haben sicher mit Abstand ein kräftiges Plus auf beiden Bergen. Durch die neue Gondel fällt das am Kreischberg noch stärker aus, jenseits des zweistelligen Bereichs. Das Feedback lautet: Wir haben zu den Großen im Lungau und in Schladming aufgeschlossen.
MZ: Heuer läuft die zweite Saison nach Ihrer Lachtal-Übernahme. Wie sind Sie mit der Entwicklung bisher zufrieden?
Schmidhofer: Sehr! Durch die Kooperation mit dem Kreischberg hat sich das hochgezogen. Der Kartenverbund ist ein Multiplikator, die Entwicklung ist gut.
MZ: Bei der Übernahme wurden Verbindlichkeiten von 6 Millionen Euro kolportiert - wie steht es jetzt damit?
Schmidhofer: Naja, die wirtschaftliche Entwicklung ist natürlich nicht einfach. Aber wenn wir auf diesem Kurs bleiben, regelt sich das.
MZ: Sie haben den Kreischberg zum Eventberg gemacht - gibt es am Lachtal ähnliche Pläne?
Schmidhofer: Ja. Wir werden im Rahmen der WM 2015 schon zwei Bewerbe am Lachtal durchführen. Dazu gab es schon im Dezember die Generalprobe mit dem Snowboard-Europacup. Damit stehen wir in einem internationalen Fenster und erwarten uns auch eine Steigerung bei den Gästen.
MZ: Sie sind bekanntlich kein Fan von Stillstand. Liegen nach der 10er-Gondel am Kreischberg weitere Projekte in der Schublade?
Schmidhofer: Jetzt steht erstmal die Doppel-WM 2015 am Plan - darauf liegt zurzeit der ganze Fokus. Die Infrastruktur dafür ist fertig, jetzt müssen wir organisatorisch intensiv daran arbeiten. Aber natürlich wird es immer wieder Komfortverbesserungen für die Besucher geben.
MZ: FIS-Präsident Gianfranco Kasper hat kürzlich in einem Interview gefordert, Kinder bis 14 Jahre sollen überall gratis Schifahren können, um den Sport wieder billiger und attraktiver zu machen. Geht das überhaupt?
Schmidhofer: Für große Schigebiete wäre das kein Problem, aber die kleinen bringen wir damit um. Schilifte wie Obdach oder Kleinlobming leben von Kindern und Schulen. Wie sollen die weiterbestehen, wenn diese nicht mehr bezahlen? Aber vielleicht zahlt das dann ja die FIS ...
MZ: Wie kann man den Schisport sonst billiger und attraktiver für Familien machen?
Schmidhofer: Der Preis kann immer diskutiert werden. Die Frage ist, ob man einen Skoda oder einen Ferrari fahren will. Es gibt Schigebiete in jeder Preisklasse. Lernen kann man auch in den kleinen Gebieten. Und außerdem: Der Zulauf ist ungebrochen und wir bieten ja auch Qualität, die natürlich etwas kostet.
MZ: Als Chef der Urlaubsregion Murtal haben Sie das Ziel 1,5 Millionen Nächtigungen bis 2018 ausgerufen. Kann man das mit Formel 1, Airpower und Doppel-WM 2015 vielleicht schon vorher erreichen?
Schmidhofer: So schnell wird das nicht gehen. Wir haben im Vorjahr etwas mehr als 1,2 Millionen Nächtigungen geschafft. Wenn es früher passiert, haben wir natürlich nichts dagegen. Aus der Formel 1 wird viel entstehen. Die Gäste kommen dann auch zum Schifahren im Winter.
MZ: Könnte man aus der Formel 1 noch mehr Synergien für die Region herausholen?
Schmidhofer: Schwierig. Da gibt es eine vorgegebene Struktur, die Veranstalter werden von ihrem Gleis nicht herunterspringen. Aber wir wissen, dass Red Bull einen super Job macht und wir werden unseren gut machen.
MZ: Wie lautet also der Ausblick aus Sicht der Urlaubsregion Murtal?
Schmidhofer: Ich bin absolut optimistisch. Wir haben österreichweit das vielfältigste Angebot mit Formel 1, Airpower, der Therme, unseren Ausflugszielen, Wandern, Kulinarik oder den Tourenbergen. Das ist eine tolle Benchmark, wir stehen auf vielen Säulen.

Autor:

Stefan Verderber aus Murtal

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