03.04.2012, 09:01 Uhr

Am Seetal wurde scharf geschossen: Gefechtsübung "Kreidfeuer" des Jägerbataillons Steiermark

Fotos: Wolfgang Pfister
Autor: Wolfgang Pfister



630 Mann des Miliz-Jägerbataillons „Erzherzog Johann“ übten am Tüpl Seetal.

. Scharf geschossen wurde in der vergangenen Woche am Truppenübungsplatz Seetaleralpe. Bei dieser nicht alltäglichen militärischen Gefechtsübung ist Munition mit Ablaufdatum unter möglichst realistischen Einsatzbedingungen zum Einsatz gekommen. Das ausgemusterte Material hat bei der Simulation des Ernstfalles wertvolle Dienste geleistet.
Dass die Milizsoldaten mit den Waffensystemen auch umgehen können, zeigten die Trefferquoten. Geschossen wurde mit der PAL 2000 auf zwei bereits außer Dienst gestellte alte Panzer. Ein einziger scharfer Abschuss aus diesem Waffensystem kostet immerhin rund 30.000 Euro. Artillerieunterstützung kam über die Hohe Rannach. Von dort feuerten Kanonen aus rund zwei Kilometern Entfernung ins Zielgebiet.

Gelungenes Manöver
Von einer Aussichtsplattform beobachten konnten die Gäste der Gefechtsübung auch, wie Bodentruppen einen Checkpoint einnahmen, sicherten und weiter gegen den im Gelände mittels Tafeln dargestellten Feind vorrückten. Das gelungene Manöver beobachtete auch FPÖ-Landesrat Dr. Gerhard Kurzmann durchs Fernglas bei eiskaltem Wind mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 40 Knoten.
Beobachter beeindruckt
Erste Reihe fußfrei beobachten konnten das Gefecht unter Beachtung strengster Sicherheitsvorschriften Gäste aus den Bereichen Politik und öffentlicher Dienst sowie Vertreter der Medien, die sich vom Kriegsszenario beeindruckt zeigten. Allein schon die Vorstellung, dass der Krieg in einigen Ländern der Erde bittere Realität ist, gab zum Nachdenken Anlass. Denn keiner der Teilnehmer wünschte sich dabei wohl den Ernstfall herbei.

Verantwortliche und Gäste
Maßgeblich für die Übung verantwortlich zeichneten Bataillonskommandant Obstlt. Michael Miggitsch, Baonkdt.-Stv. Mjr. Markus Mesicek und Oberleutnant Herwig Habian (Öffentlichkeitsarbeit). Als Gäste bzw. Beobachter seitens des Bundesheeres waren u. a. Oberst Edwin Pekovsek (Chef der Kaserne Zeltweg), OStv. Thomas Fally (Dienstführender UO Institut Flieger) und Oberst Christian Rennhofer (Mil.-Akademie Wr. Neustadt) anwesend. Unter den zivilen Zuschauern waren neben LR Gerhard Kurzmann BH-Stv. ORR Mag. Peter Plöbst, Polizei-Kdt. Karl Holzer und RK-Geschäftsführer Ing. Markus Schöck aus Knittelfeld, Bez.-Rettungs-Kdt. Peter Hackl und Bez.-FW-Kdt. OBR Fritz Quinz aus Judenburg sowie WK-Regionalstellenleiter Mag. Michael Gassner und Bez.-FW-Kdt. OBR Josef Haberl aus Knittelfeld.

Zivile Aufgaben bewältigen
Dass die Soldaten des Bundesheeres nicht nur ihre Waffensysteme, Fluggeräte und Fahrzeuge beherrschen sondern auch im zivilen Einsatz wertvolle Dienste für die Bevölkerung leisten, muss an dieser Stelle ebenfalls angemerkt werden. Unter Beweis stellen das die Soldaten jedes Jahr bei Naturkatastrophen, sicherheitstechnischen Aufgaben und vielem mehr. Auch die Diensthabenden an der Gulaschkanone sollen hier lobend hervorgehoben werden. Für das leibliche Wohl der Soldaten und Besucher war jedenfalls bestens gesorgt.
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Alfons Lepej aus St. Veit | 09.04.2012 | 16:43   Melden
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