07.07.2016, 09:16 Uhr

Arbeitsmarktdaten: Bestätigung und Auftrag zugleich

Einen leichten Anstieg der Arbeitssuchenden gibt es in den Bezirken Murtal und Murau. Foto: Bilderbox

Steiermarkweit gesehen sinkt die Arbeitslosigkeit. Soziallandesrätin Kampus zeigt sich erleichtert.

MURTAL/MURAU. Ende Juni waren in Österreich 319.969 Menschen auf Jobsuche, das ist ein Rückgang um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch in der Steiermark wurden um 0,4 Prozent weniger Jobsuchende als im Vergleichsmonat vermerkt. Laut AMS-Vorstand Johannes Kopf könne nun doch in vielen Bereichen von einer Stabilisierung oder sogar einem Rückgang der Arbeitslosigkeit gesprochen werden, obgleich die Summe aus arbeitslosen Personen und Schulungsteilnehmern mit einem Plus von 4.874 um 1,3 Prozent über dem Vorjahr liege.

Leichter Anstieg in der Region

Die Arbeitsmarktdaten in der Region zeigen, dass die Anzahl der vorgemerkten Personen in Judenburg fast gleich geblieben ist (0,2 Prozent). In Knittelfeld widerum wurde ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit um 2,6 Prozent registriert, genauso wie in Murau. Hier sind es um 3 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Erleichtert über die Entspannung

Erleichtert zeigt sich Soziallandesrätin Doris Kampus nach dem Vorliegen der jüngsten Arbeitsmarktdaten. Erstmals seit fünf Jahren ist die Arbeitslosigkeit in der Steiermark wieder gesunken. Für Kampus ist dies Bestätigung und Auftrag zugleich. „Es ist erfreulich, dass der Konjunktur-Motor wieder anspringt. Und auch unsere Beschäftigungsprogramme, die wir gemeinsam mit dem AMS ins Leben gerufen haben, zeitigen endlich den gewünschten Erfolg – aber wir dürfen jetzt in unseren gemeinsamen Bemühungen nicht nachlassen“, betont Kampus.

Maßnahmen setzen

Rund 74 Millionen Euro stehen heuer in der Steiermark für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zur Verfügung. Das Land Steiermark und das AMS setzen in ihrem „Kooperativen Programm 2016“ ihren Schwerpunkt vor allem auf die beiden Zielgruppen der älteren Arbeitslosen sowie der Langzeitarbeitslosen. „Rund 44 Millionen Euro – also etwa 60 Prozent des Gesamtvolumens – sind heuer für Beschäftigungsprojekte, Qualifizierungs-Maßnahmen und für den Bereich der stundenweisen, niederschwelligen Beschäftigung reserviert“, hebt Kampus hervor.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des gemeinsamen Programmes seien arbeitsplatznahe Qualifizierungen, unterstreicht die Soziallandesrätin. Arbeitslose Personen würden mit Unternehmen zusammengebracht, wobei auch die Unternehmen einen wesentlichen Beitrag an den Qualifizierungskosten übernehmen.
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