04.10.2014, 20:45 Uhr

Das Marktfest in Mühlen

Am Samstagnachmittag feierte die Gemeinde Mühlen mit einem Festumzug und der Verlesung der Verleihungsurkunde aus dem Jahre 1445 ihr Marktfest. Damals hatte der Gutsherr Otto von Silberberg von König Friedrich für den Ort Mühlen das Marktrecht zugesprochen bekommen. Seither wird am Samstag nach Michaeli gefeiert. Organisiert wird das Fest alle Jahr von der Dorfgemeinschaft in Mühlen, wo sich 16 Vereine beteiligen. Das besondere am Umzug ist, dass die Freyung die von Andreas Legat gehalten wird, von starken Burschen getragen wird.
Der Trommler in der Person von Peter Rucker sen. war bereits um halb 5 Uhr morgens am Ort unterwegs, mit seinem Trommellärm hatte er die Bevölkerung auf das Marktfest am Nachmittag aufmerksam gemacht.
In den Vormittagsstunden wurden die letzten Vorbereitungen getroffen, um 13 Uhr begann der Zug der den Ort Mühlen, angeführt vom örtlichen Musikverein und dem MGV Mühlen. Das Auskehrerweib sorgte für die saubere Straße für den Zug. Mit dem Austragen der Freyung gibt es auch das sogenannte „Abschmecken“, ein mit Kräutern bestücktes Blumengebinde der den Besuchern vor die Nase gehalten, dies soll den Leuten Glück bringen, dafür gibt es eine Belohnung. Diesmal wird die Einnahme für den Kindergarten in Mühlen verwendet.
Beim Gemeindeamt verlas Bürgermeister Herbert Griesser die Verleihungsurkunde aus dem Jahre 1445. Beim Umzug war er als Nachtwächter beteiligt. Für große Aufmerksamkeit sorgten die Kinder des Kindergartens und der Volksschule Mühlen, die mit ihren Beiträgen dem Marktfest eine würdige Aufwertung gaben.
Bis in den späten Abendstunden wurde das Marktfest in Mühlen gesellig gefeiert. Einige der alten Handwerke gab es zu sehen. Für nächstes Jahr verspricht der Bürgermeister ein großes Fest aus Anlass des 570. Jahrestages der Verleihung des Marktrechtes für Mühlen.
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