29.12.2017, 15:18 Uhr

Europa-Neuheit am Kreischberg

Die ÖSV-Freestyler trainieren schon fleißig am Kreischberg. Foto: GEPA pictures/ Mandl

Erster Lande-Airbag außerhalb der USA steht nun im Murtal.

KREISCHBERG. "Ein geiles Ding." Diese Bezeichnung für den neuen Lande-Airbag konnte man am Freitag öfters hören. Unter dem Motto "Sprung in eine neue Dimension" wurde die Neuheit am Fuße des Kreischbergs vorgestellt. "Dieses Projekt wurde binnen kürzester Zeit aus dem Boden gestampft. Das zeigt erneut die enorme Freestyle-Kompetenz am Kreischberg", lobten Vertreter des Österreichischen Schiverbandes (ÖSV).

Zeit & Energie

Der erste Lande-Airbag in Europa steht jetzt am Kreischberg, hat eine Breite von 24 Metern, eine Länge von 60 Metern und wiegt knapp fünf Tonnen. "Der Aufbau hat viel Zeit und Energie gekostet. Das war ein harter Tag für uns alle", berichtete Kreischberg-Geschäftsführer Karl Fussi. Mitgeholfen haben auch einige ÖSV-Sportler, die jetzt schon fleißig darauf trainieren.

Vorteile

"Das wird den Sport von Grund auf verändern", sagt Snowboard-Ass Anna Gasser. "Der Airbag bietet vor allem beim Einstudieren neuer Sprünge unschätzbare Vorteile, weil das Verletzungsrisiko aufgrund der weichen Landung in einem Luftkissen auf null reduziert wird." Damit soll die bestmögliche Vorbereitung der Freestyler auf die Olympischen Spiele in Südkorea garantiert werden. "Das ist ein enormer Vorteil für unsere Athleten", sagt auch ÖSV-Snowboard-Chef Christian Galler.

Trainingszentrum

"Eine super Sache für die Sportler und perfekte Werbung für die Gemeinde und den Berg", findet Bürgermeisterin Cäcilia Spreitzer. Der Kreischberg möchte sich damit weiterhin als Freestyle-Trainingszentrum positionieren. Über eine Sommernutzung für den Lande-Airbag wird bereits nachgedacht. Dieser hat rund 220.000 Euro gekostet und wurde von ÖSV und Kreischberg finanziert. Für den laufenden Betrieb wurde die Crowdfunding-Plattform "I believe in you" gegründet. Der Kreischberg ist nun neben Mammoth Mountain (USA) das weltweit einzige Schiressort mit einer derartigen Anlage.

Anna Gasser im Interview
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