26.09.2014, 00:00 Uhr

Talk im Turm mit Franz Majcen

Reise durch die aktuelle steirische Landespolitik und offene Antworten: Präsident Franz Majcen mit Moderatorin Barbara Kompöck. (Foto: Waldhuber)
Autor: Heinz Waldhuber

Kurzzeit-Judenburger Franz Majcen mit Gedanken über Langzeit-Politik beim Talk im Turm.

JUDENBURG. Nach längerer Pause hieß es vor wenigen Tagen wieder, in luftigen Höhen zu diskutieren. Die von Wirtschaftsbund Murtal und Raiff-eisenbank Judenburg getragene Reihe „Talk im Turm“ hatte einen „Kurzzeit-Judenburger“ zu Gast, der sich ausführlich mit Fragen einer Langzeit-Politik auseinandersetzte. Einer, von dem man annehmen kann, dass er weiß, wovon er spricht: Landtagspräsident Franz Majcen, ehemals Hauptschuldirektor in Fürstenfeld und seit jungen Jahren innerhalb der ÖVP politisch tätig. Der gebürtige Oststeirer hatte in seiner Jugend zwischendurch den Schulstandort gewechselt und einige Zeit am Judenburger Gymnasium gebüffelt, im Landesschülerheim Schloss Liechtenstein gewohnt und dabei viele Kontakte geschlossen, an die er sich heute noch gut erinnert.
„Wenngleich sich vieles geändert hat“, gestand der gelernte Lehrer vor großem Publikum in der luftigen Höhe des Stadtturmes nach kurzen Begrüßungsworten von WB-Bezirkschef Bernd Hammer und RB-Direktor Georg Moitzi, um gleich in medias res einzutauchen. Die Frage aller Fragen nach Sinn oder Unsinn der Gemeindestrukturreform war dabei rasch gestellt: Er hätte sich eine etwas andere Vorgangsweise gewünscht, allerdings hätte dies bei allen Beteiligten mehr Offenheit und Ehrlichkeit erfordert, so Majcen. „Man können schwer von liebgewordenen Strukturen loslösen und verbinden dies nicht selten mit persönlichen Befindlichkeiten. Die aber sollten hier keinen Stellenwert haben“, unterstrich der Landtagspräsident in einer gleichzeitigen Retrospektive auf die Gemeindezusammenlegungen in der Ära von Alt-LH Josef Krainer: „Was damals geschah, war revolutionär, aber wenig von Mitsprache getragen. Die Fusionen, die uns mit Jahreswechsel bevorstehen, sind weit weniger spektakulär und nachhaltig. Der Unterschied liegt nur in den vielen neu geschaffenen Einspruchsmöglichkeiten, die es in den Sechzigern nicht gab.“
Moderiert von Barbara Kompöck, zog sich der Faden der Themen von Bildung und Schule über soziale Gerechtigkeit bis zu politischer Moral und der unvermeidlichen Frage, wie lange die Reformpartnerschaft „Marke Steiermark“ noch Bestand haben werde.
Abschließend wie immer bei den Netzwerktreffen über den Dächern von Judenburg ging’s an den Smalltalk bei ausgezeichnetem Buffet; unter den vielen Teilnehmern sah man auch LAbg. Hermann Hartleb, BH Ulrike Buchacher, WK-Direktor Karlheinz Dernoschegg, WK Murtal-Obmann Norbert Steinwidder und Vizebürgermeister Wolfgang Toperczer.
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