SPIELBERG
ATB-Stiftung startet mit 1. Dezember 2020

Das streitbare ATB-Betriebsratsteam. Stehend, v. l.: Doris Hammer, Vanessa Köchl, Harald Koller, Harald Pichler, Christina Kletzmayer, Ingrid Kögl. Sitzend, v. l.: 1. BRV-Stellvertreterin Renate Hausberger, BRV Michael Leitner, Kassierin Andrea Scharrer.
2Bilder
  • Das streitbare ATB-Betriebsratsteam. Stehend, v. l.: Doris Hammer, Vanessa Köchl, Harald Koller, Harald Pichler, Christina Kletzmayer, Ingrid Kögl. Sitzend, v. l.: 1. BRV-Stellvertreterin Renate Hausberger, BRV Michael Leitner, Kassierin Andrea Scharrer.
  • Foto: Hruby
  • hochgeladen von Wolfgang Pfister

Das Sozialressort des Landes Steiermark und das AMS stellen in Summe rund zwei Millionen Euro für die Insolvenz-Stiftung bereit. Die 360 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche von der ATB gekündigt wurden, werden durch individuelle Aus- und Weiterbildung höher qualifiziert, um rasch und nachhaltig wieder in Beschäftigung zu kommen. Die Stiftungsteilnehmerinnen und -teilnehmer erhalten neben dem Arbeitslosengeld ein Stiftungsstipendium. Die ersten Stiftungsteilnehmerinnen und -teilnehmer starten ab 1. Dezember.

Chance für Gekündigte

„In der Steiermark halten wir auch in schwierigen Zeiten zusammen! Mit der ATB-Stiftung werden die 360 gekündigten ATB Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgefangen und bekommen eine neue Chance, am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen!“, betont Soziallandesrätin Doris Kampus.„Die hervorragend ausgebildeten Fachkräfte sind ein wesentlicher Grund dafür, dass sich die steirische Wirtschaft in den letzten Jahren so erfolgreich entwickelt hat. Qualifizierung wird auch ein Schlüssel sein, um die aktuelle Krise zu meistern. Daher setzen wir auch in dieser schwierigen Situation darauf, die von der Schließung des ATB-Werkes in Spielberg Betroffenen weiter zu qualifizieren und ihnen damit eine Zukunftsperspektive zu bieten“, so Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl.
„Mit der neuen Stiftung stehen ausreichend Mittel zur Verfügung, um den vielen Betroffenen der ATB-Insolvenz Qualifizierungen zur beruflichen Umorientierung zu ermöglichen. Damit setzen wir zudem auch einen wichtigen Impuls für den Arbeitsmarkt im Murtal“, erklärt AMS-Geschäftsführer Heinz Snobe.
„Die Arbeitsstiftung ist ein sehr gutes Instrument, um Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, eine neue Perspektive zu eröffnen. Die Qualifizierungsmaßnahmen orientieren sich an den Fähigkeiten und Neigungen der Betroffenen sowie am Bedarf des Arbeitsmarktes. Von einer Arbeitsstiftung profitieren daher sowohl die von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen als auch die Betriebe und die Region. Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an dieser ATB-Arbeitsstiftung viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft!“, so AK-Präsident Josef Pesserl.
„Das Land und AMS Steiermark sorgen mit der Stiftung für den sozialen Ausgleich zwischen Arbeitslosigkeit und Erwerbstätigkeit“, sagt Landessekretär Hubert Holzapfel von der Produktionsgewerkschaft.

Dank für Unterstützung

„Vor rund 3,5 Monaten ereilte uns die schreckliche Mitteilung, dass die Produktion in Spielberg nach rund 45 Jahren eingestellt werden sollte. Seit dieser Zeit kämpften wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln um den Erhalt von 360 Arbeitsplätzen. Wir haben alles versucht! Wir haben den Eigentümer kontaktiert, wir haben auch gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen vollzogen, Versammlungen und Demos haben wir abgehalten, wir haben alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft und es war beeindruckend, wie die Belegschaft von Anfang an zusammengehalten hat, um 360 Kündigungen zu verhindern.Letztlich war es die rechtliche Situation, das bestehende Insolvenzrecht, was gegen uns gesprochen hat!  Wir mussten zur Kenntnis nehmen, dass alle unsere Rechtsmittel gegen das bestehende Insolvenzrecht erfolglos geblieben sind. Deshalb mussten wir auf Plan B ausweichen. Dieser Plan war vom 1. Tag der Hiobsbotschaft bis zuletzt, auch in vielen Gesprächen mit unserer Soziallandesrätin Doris Kampus im Hintergrund immer unser Notfallplan zur Worst Case Variante.
Der Kontakt zum Land Steiermark war von Anfang an immer vorhanden und auch die Zusicherung des Landes, dass man die ATB-Arbeitnehmer nicht im Stich lassen würde.  
Wir freuen uns über die Möglichkeit, dass sich für unsere Kolleginnen und Kollegen durch eine Stiftung und ein Stipendium des Landes- und des AMS Steiermark neue Perspektiven eröffnen und dafür bedanken wir uns bei LH Hermann Schützenhöfer, LH Stv. Anton Lang und den Landesrätinnen Doris Kampus und Barbara Eibinger-Miedl für die große Hilfe!
Ein besonderer Dank gilt auch dem Arbeiterkammerpräsidenten Josef Pesserl und dem PRO-GE-Landessekretär Hubert Holzapfel. Beide haben uns ständig begleitet und maßgeblich unterstützt!“, ATB-BRV Michael Leitner. „Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz!“ versprachen auch die Murtaler SPÖ-Politiker NRAbg. Max Lercher, die 2. Landtagspräsidentin Gabriele Kolar und SPÖ-Landesgeschäftsführer LAbg. Wolfgang Moitzi. Die Arbeitsstiftung sei ein wichtiger erster Schritt dazu und man werde weiterhin an der Seite der ATB-Mitarbeiter und deren Familien stehen, so Kolar. Bedauert und kritisiert wurde von NRAbg. Max Lercher und LAbg. Wolfgang Moitzi u. a. dass ÖVP, Grüne und Neos im Nationalrat eine Änderung des Insolvenzrechts abgelehnt haben und dass die ATB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Bundeskanzler und der Arbeitsministerin im Stich gelassen worden seien.

Das streitbare ATB-Betriebsratsteam. Stehend, v. l.: Doris Hammer, Vanessa Köchl, Harald Koller, Harald Pichler, Christina Kletzmayer, Ingrid Kögl. Sitzend, v. l.: 1. BRV-Stellvertreterin Renate Hausberger, BRV Michael Leitner, Kassierin Andrea Scharrer.
Die Landesrätinnen  Barbara Eibinger-Miedl und Doris Kampus haben sich für dieATB-Stiftung stark gemacht.

Newsletter Anmeldung!

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Aktuell

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen