Murtal
Bergdorf sucht neuen Wirt

Bürgermeister Peter Bacher, Vize Josef Moitzi und GR Florian Vogl bemühen sich um einen Wirt in St. Anna.
  • Bürgermeister Peter Bacher, Vize Josef Moitzi und GR Florian Vogl bemühen sich um einen Wirt in St. Anna.
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  • hochgeladen von Stefan Verderber

Gemeinde Obdach will ein neues Lokal im Bergdorf St. Anna etablieren.

OBDACH. Rund 400 Einwohner hat das Bergdorf St. Anna am Lavantegg, das seit der Fusion im Jahr 2015 zur Marktgemeinde Obdach gehört. An sonnigen Tagen tummeln sich dort freilich viel mehr Menschen. St. Anna ist beliebter Ausgangspunkt und gleichzeitig Ziel für Wanderer, Tourengeher und Sportler.

Viel los

„In St. Anna war schon traditionell immer viel los“, sagt der frühere Ortschef und jetzige Vizebürgermeister von Obdach, Josef Moitzi. „Deshalb wäre es wichtig für den Ort, dass wir wieder einen Wirt bekommen.“Gemeinsam mit Bürgermeister Peter Bacher und Gemeinderat Florian Vogl wurde deshalb eine Initiative dahingehend gestartet.

Gemeinde unterstützt

Die Voraussetzungen wurden seitens der Gemeinde bereits geschaffen. Passende Räumlichkeiten stehen in der ehemaligen Volksschule zur Verfügung. „Es sind sicher Adaptierungen notwendig, aber die Gemeinde würde das natürlich unterstützen, wenn es einen passenden Bewerber gibt“, sagt Bacher. Das Gebäude befindet sich in einem tadellosen Zustand, auch das Rundherum in St. Anna stimmt. „Es ist bei uns eigentlich alles vorhanden, nur ein Lokal fehlt uns“, sagt Moitzi. Spiel- und Sportplatz befinden sich in unmittelbarer Nähe, dazu gibt es viele Wochenendhäuser und eine Frühstückspension.

Gutes Angebot

Auch für den künftigen Wirt wurden bereits Anforderungen formuliert: Er soll einen Gewerbeschein mitbringen und die Bereitschaft, sein Lokal regelmäßig offen zu halten. „Das muss aber nicht unbedingt an sieben Tagen in der Woche sein.“ Neben einem passenden Lokal gibt es auch einen Festsaal für Feierlichkeiten und eine Küche. Eine Wohnung könnte man seitens der Gemeinde günstig mitanbieten.

Info

Die Wirtschaftskammer unterlegt die Studie „Die steirische Wirtshauskultur befindet sich im Wandel“ mit Zahlen: Die Zahl der Gastronomiebetriebe in der Steiermark ist demnach in den letzten 20 Jahren von 7.600 auf knapp 6.900 geschrumpft. Am stärksten ist der Rückgang bei Gasthäusern und -höfen.
Um den Herausforderungen zu begegnen, hat die Wirtschaftskammer sieben Punkte zum Erhalt der steirischen Wirtshauskultur entwickelt. So gibt es etwa eine Beratungsoffensive für Traditionsbetriebe, ein neues Förderservice oder Unterstützung in Sachen Zielgruppendefinition und Produktspezialisierung.
Kritisiert werden etwa steigende behördliche Auflagen wie Hygienerichtlinien, Allergenverordnung oder die Konkurrenz durch Vereine. Gefordert wird ein „fairer Wettbewerb“.

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