Schneechaos
Die Katastrophe weitet sich aus

Bürgermeister Gerhard Stolz ließ Täler sperren.
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  • Bürgermeister Gerhard Stolz ließ Täler sperren.
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Immer mehr Gebiete in den Bezirken Murtal und Murau sind von den Schneemassen betroffen.

MURTAL/MURAU. Keine Entwarnung in Sicht in den von Schneemassen betroffenen Gebieten im Bezirk Murtal. Hohentauerns Bürgermeister Heinz Wilding rechnete am Dienstag mit weiteren Schneefällen - und sollte Recht behalten. Nach Hohentauern und Pölstal wurde im Laufe des Tages auch Pusterwald zur Katastrophengemeinde erklärt. Einige Straßen sind gesperrt, Bauernhöfe nicht erreichbar - die Lawinengefahr ist zu groß.

Täler gesperrt

In der Gemeinde Krakau im Bezirk Murau zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Dort wurden das Ranten-, Etrach- und Prebertal gesperrt. Bürgermeister Gerhard Stolz: "Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, es sind zum Glück nur unbewohnte Gebiete von der Sperre betroffen." Allerdings werden weitere Schneemengen und ein Sturm erwartet.

Von Dach gestürzt

Auf der Turrach stürzte bereits am Montag ein 78-jähriger Pensionist von seinem Hausdach, als er dieses vom Schnee befreien wollte. Der Mann prallte auf dem gefrorenen Boden auf und zog sich dabei einen Oberarmbruch zu. Das veranlasste auch die Wirtschaftskammer zu einer Warnung: "Wer selbst aufs Dach steigt, begibt sich in große Gefahr", sagt Dachdecker-Innungsmeister Helmut Schaubauer. Sein Tipp: fachkundige Betriebe beauftragen.

Besitzer haftet

Grundsätzlich bestehe allerdings die gesetzliche Pflicht, dafür zu sorgen, dass Dächer von Schnee befreit sind. Warnstangen reichen dafür nicht aus. "Werden nicht ausreichende Maßnahmen gesetzt, haftet der Hausbesitzer für Schäden nach Dachlawinen", heißt es bei der Wirtschaftskammer.

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Bürgermeister Gerhard Stolz ließ Täler sperren.
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