Murau/Murtal
"Die Kriminellen werden immer erfindungsreicher"

Vorsicht bei "Ping-Calls", Paketzustellungs-SMS oder online Shopping. Die Internetkriminalität nimmt zu.
  • Vorsicht bei "Ping-Calls", Paketzustellungs-SMS oder online Shopping. Die Internetkriminalität nimmt zu.
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Weltweit steigen die Fälle von Cybercrime, auch unsere Region ist davon betroffen. Die Szenarien, auf die die Täter zurückgreifen, werden immer raffinierter.

MURTAL/MURAU. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass auch bei uns in der Region viele schon Opfer von Internetkriminalität geworden sind. Love-Scamming (Bericht), falsche Anrufe (Bericht) oder auch Gewinnspiel-Maschen (Bericht) und Paketzustell-SMS (Bericht) kommen häufig vor. "Die Kriminellen werden immer erfindungsreicher," so Roland Gößler von der Kriminalprävention der Polizeiinspektion Knittelfeld.

SMS Falle

Die häufigsten Szenarien in unserer Region betrifft momentan die Paketzustellungs-SMS mit einem Link. Ein Hinweis auf mögliche Falschnachrichten sind oft Rechtschreibfehler. "Ich weiß nicht, woher die Täter die Telefonnummern haben, aber wenn man eine SMS zur Paketauffindung mit einem Link bekommt, sollte man sicherstellen, dass dieser sicher ist," erklärt Gößler. "Mit einem Klick auf den Link schließt man meistens ein Abo ab oder es fallen auf eine andere Art Kosten an." Laut dem Bundesministerium gibt es auch viele Fälle, bei denen man auch aufgefordert wird ein App herunterzuladen. Dadurch können Kosten verursacht und sensible Nutzerdaten übertragen werden. Daher sollte man nur Apps über den offiziellen App-Shop herunterladen und die Zugriffsrechte einschränken. 

Private Infos und Fotos

Über verschiedene Plattformen bauen viele Kriminelle eine enge Beziehung zu ihrem Opfern auf. Die Täter bitten dann, beispielsweise wegen familiären Problemen, um Geld oder erpressen die Leute mit privaten Fotos, die man ihnen geschickt hat (Bericht). Achtung: "Auch beim Videochat sollte man vorsichtig sein. Dort können Screenshots gemacht werden und gegen einen verwendet werden," erklärt Gößler. Daher sollte man immer sparsam mit dem Verbreiten persönlicher Daten oder Bilder sein, vor allem wenn man den anderen nicht gut kennt. 

Rechnung

Allgemeine Vorsicht ist auch beim Online-Shopping geboten, besonders bei Vorauszahlungen. Man sollte immer auf ein gesundes Misstrauen bei günstigen Angeboten setzen. "Wenn zwar die Möglichkeit 'auf Rechnung kaufen' besteht, man immer wieder auf Sofortüberweisung zurückgeschickt wird, ist das oft ein Zeichen für eine unseriöse Website," warnt Gößler. Kann man online nur im Voraus zahlen, sollte man sich besser über das Unternehmen informieren. "Bevor man etwas kauft, sollte man die Website und die Firma googeln. Das funktioniert auch mit Telefonnummern. Diese werden oft als betrügerisch auf diversen Internetseiten erwähnt." Ein weiterer Hinweis für ein seriöses Unternehmen sind Impressum und Bewertungen.

Lotteriegewinn-Verständigung

In unserer Region gibt es auch Fälle von Anrufen wegen einem falschen Lotteriegewinn. Es werden Leute angerufen, die irgendwo in Europa bei einem Gewinnspiel mitgemacht haben. Sie werden aufgefordert Geld zu überweisen, damit man den Gewinn zustellen kann. Oft werden die Opfer auch aufgefordert Krypto-Währung zu kaufen und diese dann zu übermitteln. "Für keinen Gewinn, muss man Geld bezahlen," betont Gößler.

Anrufe

In letzter Zeit häufen sich Betrugsanrufe. Die Polizei warnt, eigene, persönliche Daten über das Telefon mitzuteilen. Eine weitverbreitete Masche ist, dass sich die Täter als Microsoft-Mitarbeiter ausgeben (Bericht). "Die Anrufe der angeblichen Microsoft-Mitarbeiter gehen zurück. Bei ausländischen Nummern sollte man aber vorsichtig sein," so Gößler. Vorsichtig sollte man auch vor sogenannten "Ping-Calls" sein. Die Anrufer lassen meistens nur einmal kurz läuten. Beim Zurückrufen fallen Kosten an. "Vor allem Nummern aus dem Vereinten Königreich mit der Vorwahl +44 17.. sind verdächtigt und kommen häufig vor. Allerdings kann man Nummern, bei denen man zahlen muss, beim Netzbetreiber sperren lassen. Man sollte sich darüber informieren lassen," erklärt Gößler abschließen.

Schutz vor Computer- und Internetkriminalität

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