Sonderthema St. Peter am Kammersberg
Gemeinde mit „Pfiff“

Die Marktgemeinde St. Peter am Kammersberg präsentiert sich als moderne Wohn- und Schulgemeinde. Bürgermeister Herbert Göglburger will weiter kräftig in die Infrastruktur investieren.
  • Die Marktgemeinde St. Peter am Kammersberg präsentiert sich als moderne Wohn- und Schulgemeinde. Bürgermeister Herbert Göglburger will weiter kräftig in die Infrastruktur investieren.
  • Foto: Tom Lamm/ikarus.cc
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Kultur und Brauchtum sind die Eckpfeiler der Marktgemeinde St. Peter am Kammersberg. Die Gemeinde punktet mit Wohn- und Lebensqualität sowie tollen schulischen Ausbildungsstätten.

Die Marktgemeinde stellt sich vor

Die Marktgemeinde St. Peter am Kammersberg liegt inmitten des Katschtales im Bezirk Murau.

ST. PETER/KBG. Die Gemeinde besteht aus den sieben Katastralgemeinden Althofen, Feistritz, Kammersberg, Mitterdorf, Peterdorf, Pöllau und St. Peter. Das Gesamtflächenausmaß ist 84,18 km2, St. Peter liegt in 850 Meter Seehöhe, mit September 2017 gibt es 2.046 Einwohner.Die Geschichte der Marktgemeinde St. Peter ist die Geschichte von Menschen im Laufe von Jahrtausenden, beschreibt es Walter Brunner in der Gemeindechronik. Die Menschen haben hier gelebt, haben die Landschaft, die Lebensformen, die Mentalität und das Gefühlsleben gestaltet und geprägt. Von ihnen wurde die Kulturlandschaft gestaltet, in positiver und negativer Hinsicht. Deshalb beginnt die Geschichte des Lebensraumes mit den ersten Spuren menschlichen Lebens im Katschtal, Spuren, die weitgehend verwischt sind und nur in einigen wenigen Abdrücken fassbar werden.
Der heutige Pfarr- und Marktort hat seinen Namen vom heiligen Petrus erhalten, dem die Pfarrkirche geweiht ist. In den überwiegend in lateinischer Sprache geschriebenen Urkunden des 13. Jahrhunderts wird der Ort einfach als „sanctus Petrus“ genannt. Der erste urkundliche Nachweis für diesen Ortsnamen findet sich in einer um 1245 geschriebenen lateinischen Urkunde, in der der freisingische Amtmann Heinrich von St. Peter erwähnt wird. In der wichtigen Urkunde vom 29. Mai 1307, mit der dem Freisinger Bischof das Patronatsrecht an der Kirche St. Peter bestätigt wurde, wird der Ort als „St. Peter bei Wölz bezeichnet. Später, bis ins das 18. und 19. Jahrhundert herauf wurde der Ort als „St. Peter unter dem Kammersberg“ bezeichnet. Fraglich ist laut der Gemeindechronik das Marktrecht von St. Peter im Jahr 1305. Einen direkten Hinweis darauf gibt es nicht, auch wenn es bereits ein Ort mit lokalen Handels- und Tauschverkehr gewesen sein mag. Die Gemeindechronik ist im Gemeindeamt erhältlich.
Politische Entwicklung:
Bis zur GR – Wahl 2000 trug die ÖVP die Hauptverantwortung in der Marktgemeinde St. Peter. Mit 1. Jänner 1968 wurden die seinerzeitigen Gemeinden St. Peter, Feistritz, Peterdorf und Pöllau am Greim zur Marktgemeinde St. Peter fusioniert. Erster Bürgermeister der Großgemeinde St. Peter war Peter Schmiedhofer aus Feistritz, ihm folgte ÖR Josef Leitner aus Pöllau am Greim. Kurzzeitig war nach dem Rücktritt von Josef Leitner OSR Josef Süsenbacher Bürgermeister. Mit der GR – Wahl 2000 wurde der SPÖ-Kandidat Walter Perner Gemeindeoberhaupt, bei der GR – Wahl 2005 konnte die SPÖ die Mehrheit stark ausbauen. Nach dem plötzlichen Tod von Walter Perner im Oktober 2007 folgte Sonja Pilgram. Sie konnte 2010 die Mandatsmehrheit der SPÖ verteidigen. Im Jahr 2015 gab es einen starken Stimmeneinbruch, die SPÖ hatte nur eine einzige Stimme mehr als die ÖVP, es kam zur Teilzeitlösung. Seit 27. April 2018 ist nun ÖVP- Obmann Herbert Göglburger Bürgermeister in St. Peter.
Wir hatten Gelegenheit, mit Bgm. Herbert Göglburger über seine Erfahrungen im ersten Jahr und künftige Vorhaben zu sprechen.

MZ: Herr Bürgermeister, welche Erfahrungen haben Sie im ersten Jahr als Bürgermeister in der Gemeinde St. Peter gewonnen?
Bgm. Göglburger: Ein sehr intensives erstes Jahr liegt hinter mir. Ich blicke auf viele positive Begegnungen und zahlreiche Veranstaltungen zurück. Die wichtigste Erfahrung liegt darin, das Gespräch zu suchen, zuzuhören und positive Ergebnisse hervorzubringen. Vieles ist gelungen, dennoch liegt noch sehr viel vor uns.

MZ: In den letzten Jahrzehnten wurde St. Peter von einer eher landwirtschaftlich geprägten Gemeinde zu einer sagen wir „Wohngemeinde“. Welche Schwerpunkte werden die Gemeinde in den nächsten Jahren setzen?
Göglburger: Nach wie vor ist unsere Gemeinde von Landwirtschaft und speziell auch vom Tourismus geprägt. Diese zu erhalten und weiter voran- zubringen ist uns sehr wichtig. Aber natürlich wollen wir auch in Richtung „Wohnen“ Akzente setzen, um dem Trend der Abwanderung entgegenzuwirken. Dafür wurden auch in letzter Zeit viele Möglichkeiten, z.B. Siedlungsgebiete und Baugründe, geschaffen.

MZ: St. Peter ist eine Schulgemeinde. Vom Kindergarten, Volksschule, Neue Mittelschule bis hin zur Fachschule Schloss Feistritz. Im Argen liegt die Bausubstanz der NMS. Wie sieht der Plan der Sanierung der NMS aus und welche Kosten werden auf die Gemeinde zukommen?
Göglburger: Der Plan sieht vor, ehestmöglich eine positive Entscheidung des Landes in Richtung Sanierung unseres Schulzentrums zu bekommen. Es wurden im letzten Jahr viel Zeit und Energie investiert, um nächste Schritte einleiten zu können. Die Kosten werden, je nach Art der Sanierung, im mehrstelligen Millionenbereich liegen. Ich bin bemüht, hier gemeinsam mit Landeshauptmann Schützenhöfer, eine für die Gemeinde finanzierbare Lösung zu finden.

MZ: Wie sieht man in der Gemeinde die Zukunft der Jugend? Wird es zusätzliche Arbeitsplätze in der Region geben?
Göglburger: Es gibt Bestrebungen aller Gemeinden des Bezirkes, Arbeitsplätze in unserer Region zu schaffen, und somit unserer Jugend eine Perspektive zu bieten. St Peter hat für die Jugend sehr viel zu bieten. Zum einen eine wunderschöne Natur und Landschaft, Menschen die man kennt. Zum anderen sind es unsere vielen Vereine und Körperschaften, die unserer Jugend Kameradschaft, Zusammenhalt und Freundschaft bieten. Wichtige Bausteine, damit die Jugend auch in Zukunft unsere Gemeinde als ihren Wohnsitz annimmt.

MZ: Projekte für die Zukunft?
Göglburger: Die Sanierung unseres Schulzentrums ist die aktuell wichtigste Aufgabe. Aber auch der Bau eines Radweges zwischen St. Peter und Peterdorf sowie die Sanierung der Aufbahrungshalle werden wir ehestmöglich finalisieren. Speziell für unsere Gemeindestraßen wird es wichtig sein, einen Plan auszuarbeiten, um auch dahingehend positive Schritte zu setzen.
A. Galler

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