Lockdown 4.0
"Momentan ist es eine Katastrophe"

Der Adventmarkt in Judenburg bleibt vorerst leer.
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  • Der Adventmarkt in Judenburg bleibt vorerst leer.
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  • hochgeladen von Stefan Verderber

Gastronomen, Händler und Seilbahner aus den Bezirken Murau und Murtal haben gemischte Gefühle zu neuen Maßnahmen.

MURAU/MURTAL. Die Bundesregierung hat am Freitag "der Realität ins Auge gesehen", wie es Bundeskanzler Alexander Schallenberg ausdrückt. Ab Montag und bis zumindest 12. Dezember gilt erneut ein bundesweiter Lockdown. Zudem wurde eine Impfpflicht ab 1. Februar 2022 bekannt gegeben.

"Wieder alles zu"

"Das ist momentan leider eine Katastrophe", sagt Judenburgs Citymanager Heinz Mitteregger. "Wir haben wochenlange Vorbereitungen hinter uns und jetzt ist wieder alles zu." Für kommende Woche waren in Judenburg die Eröffnung des Adventmarktes und eine lange Einkaufsnacht geplant. "Bei den Händlern fällt jetzt die zweite Weihnachtssaison in Folge aus. Der Online-Handel wird wieder blühen", befürchtet Mitteregger.

"Feiern abgesagt"

„Für uns ist das derzeit die vernünftigste Entscheidung. Die Gästezahlen sind schon vorher eingebrochen, viele Feiern wurden abgesagt", berichtet Gastronom Robert Neumann von der Burg in Spielberg. "Der Lockdown ist jetzt zielführend. Die Zahlen sind einfach zu hoch. Ich kenne persönlich viele Leute, die an Corona erkrankt sind. Wir halten uns jetzt wieder an die Rahmenbedingungen und wollen ab 13. Dezember wieder durchstarten.“

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"Leider verschlafen"

Bereits am Donnerstag hat Mario Rieger von den Judenburger Szenelokalen Ludwig/B3 bekannt gegeben, dass aufgrund der Maßnahmen vorerst geschlossen wird. Das wurde durch den Lockdown mit Nachdruck bestätigt. „Das hat die Politik leider verschlafen. Wenn es früher bessere Kampagnen gegeben hätte, wäre der Lockdown zu verhindern gewesen. Ich denke nicht, dass wir vor dem Jahreswechsel wieder aufsperren können“, zeigt sich Rieger nicht gerade optimistisch.

"Klare Perspektiven"

Ebenfalls am Donnerstag haben die Murtaler Schiberge ihre Pläne für die bevorstehende Wintersaison präsentiert. Die meisten Seilbahner wollten ab 4. Dezember die Drehkreuze öffnen - auch das ist jetzt hinfällig. "Ich gehe davon aus, dass auch die Seilbahnen geschlossen werden", sagt Karl Fussi (Kreischberg/Lachtal). "Wenn die Zahlen runtergehen, dann ist das in Ordnung. Für danach brauchen wir aber eine klare Perspektive fürs Aufsperren - auch für Gastronomie und Hotellerie." Die Eröffnung der neuen 10er-Gondelbahn am Kreischberg wird somit nicht vor 13. Dezember über die Bühne gehen.
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