Aus der Sicht eines Nichtrauchers

Ich bin Nichtraucher. Als Jugendlicher habe ich zwar ein paarmal ein paar Tschick probiert, geschmeckt haben sie mir aber nie. Ich war damals, in den Siebzigerjahren einer der wenigen, die in meinem großen Freundeskreis nicht geraucht haben. Anfangs wurde ich deswegen belächelt, später von meinen nikotinsüchtigen Freunden beneidet. Im Laufe der letzten Jahrzehnte war ich trotzdem sehr oft dem Raucherqualm ausgesetzt. Sowohl privat als auch beruflich. Gesagt habe ich nie etwas. Ich habe es toleriert. Dass mein Gewand danach oft bis auf die Unterwäsche vom Rauch stank, die Augen rot waren und brannten und der Rachen kratzte, hat mich genervt, aufgeregt habe ich mich darüber aber in freiwilliger oder unfreiwilliger Gesellschaft von Rauchern nie. Man will ja kein Spielverderber sein. Heute weiß ich, dass das falsch war, denn die meisten Raucher meinen, dass sie ein Recht darauf haben, sich und andere einzunebeln und mit ihrem Suchtverhalten zu belästigen. Die persönliche Freiheit hört aber da auf, wo die Freiheit des anderen eingeschränkt und vor allem die Gesundheit gefährdet wird. Die Nichtraucher müssen endlich vor den Rauchern und die Raucher vor sich selbst geschützt werden. Wenn nicht freiwillig, dann per Gesetz.

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