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Erst mit 75 Jahren in Pension?

Nach 45 Pensionsversicherungsbeitragsjahren sollte jeder seinen wohlverdienten Ruhestand ohne Abschläge genießen können.
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  • hochgeladen von Wolfgang Pfister

Abschlagszahlungen nach 45 Jahren erhitzen die Gemüter.

Zwar sind die Abschlagszahlungen für Langzeitpensionisten (Hackler) in der sogenannten Korridorpension seit 1. 1. 2020 wieder Geschichte, aber die Diskussion darüber ist noch nicht beendet. Vor allem die Jahrgänge 1954 bis 1957 fühlen sich gefrotzelt, weil sie, mit 62 als „Frühpensionisten“ bezeichnet, beträchtliche Abschläge von ihren in 45 und noch mehr Jahren Erwerbstätigkeit erworbenen Ansprüchen in Kauf nehmen mussten. „Eine Sauerei, eine himmelschreiende Ungerechtigkeit“, so Betroffene unisono im Gespräch mit der Murtaler Zeitung. Schließlich haben jene, die diese „Hacklerregelung“ in Anspruch nehmen können, bereits mit 15 oder 16 Jahren ihr Berufsleben begonnen und auch entsprechende Pensionsversicherungsbeiträge geleistet, sofern sie durchgehend gehackelt haben.

Ein verschlepptes Problem

Die Politik hat dieses Problem völlig verschlafen und fahrlässig verschleppt. Ausbaden sollen es jetzt einige anspruchsberechtigte Pensionisten, während andere vom Sozialsystem profitieren, obwohl sie nur 25 oder 30 Jahre gearbeitet, gar nichts oder nur sehr wenig ins System eingezahlt haben. Es gibt viele Ungerechtigkeiten im Pensionssystem, die längst korrigiert werden müssten, weil sie absolut leistungsfeindlich sind und just jene bestraft bzw. benachteiligt werden, die dieses System mit ihren Beiträgen am Leben erhalten.

Erst mit 75 in die „Pense“

Natürlich schaut es auch für die Jungen nicht gerade rosig aus. Längst hätte man parallel zum alten System schon ein neues für junge Leute aufsetzen müssen, die ja auch einmal in Pension gehen möchten. Würde man bei ihnen die gleichen Maßstäbe ansetzen wie bei den heutigen Pensionisten, von denen viele zwischen 45 und 50 Jahre gearbeitet und Beiträge bezahlt haben, würden die heute Jungen erst mit 75 oder 80 Jahren ihren Pensionsanspruch erwerben, weil viele nach Ausbildung und/oder Studium erst zwischen 25 und 30 Jahren oder noch später zu arbeiten beginnen bzw. zu arbeiten begonnen haben.

Viele Pensionsprivilegien

Anstatt bei den Hacklern zu sparen, sollte man den ganzen Pensionsprivilegiendschungel einmal gründlich durchleuchten. Da käme dann ans Licht, wer und was den Staatssäckel wirklich über Gebühr belastet und wo Ansprüche gestellt werden, ohne dass davor entsprechende Leistungen zur Finanzierung des Systems erbracht wurden.

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