EU-Wahl
Murtal ist türkis mit roten Farbtupfern

SP-Spitzenkandidatin Bettina Vollath mit Wolfgang Moitzi in Spielberg.
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  • SP-Spitzenkandidatin Bettina Vollath mit Wolfgang Moitzi in Spielberg.
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ÖVP hat in den Bezirken Murtal und Murau die Nase deutlich vorne, SPÖ konnte nur in roten Hochburgen punkten.

MURAU/MURTAL. Durch und durch türkis eingefärbt ist die Landkarte des Bezirkes Murau nach der EU-Wahl am Sonntag. Die ÖVP hat bezirksweit 47 Prozent geholt und sich damit im Vergleich zur vorigen EU-Wahl um fast 13 Prozentpunkte verbessert. Zudem hat die ÖVP in jeder der 14 Gemeinden die Nase vorne. Die FPÖ landete mit 21 Prozent auf Platz 2, die SPÖ holte knapp 18 Prozent. Grüne und Neos sind um die 6-Prozent-Marke angesiedelt.

Bestätigung

"Ich freue mich sehr über das Ergebnis und die höhere Wahlbeteiligung", sagt ÖVP-Bezirksparteiobfrau Manuela Khom. "Das ist eine Bestätigung für Europa. Auch wenn die innenpolitische Situation wohl mitgespielt hat", analysiert sie. Das bezirksweit beste Ergebnis gab es für die ÖVP in Oberwölz mit über 59 Prozent. Für die FPÖ gab es mit 28,5 Prozent das stärkste Ergebnis in der Gemeinde Scheifling, die SPÖ holte in Mühlen am meisten Stimmen (30 Prozent).

Hochburgen

Türkis mit roten Farbtupfern zeigt sich der Bezirk Murtal: Die ÖVP hat mit 34 Prozent die Nase vor SPÖ (29 Prozent) und FPÖ (21 Prozent). Mit über 62 Prozent gab es türkise Festspiele in der Gemeinde Pusterwald. Die SPÖ fuhr in ihren traditionellen Hochburgen Judenburg, Fohnsdorf, Pöls-Oberkurzheim, Spielberg, Zeltweg und Knittelfeld den Sieg ein. "Da gibt es für uns trotzdem nichts zu feiern. Unser Anspruch ist ein höherer", sagt SP-Landtagsabgeordneter Wolfgang Moitzi, der kritisch bilanziert: "Die Wahl war von Ibiza überlagert und unsere Bundespartei hat dabei keine klare Linie erkennen lassen."

Heimatgemeinde

Das beste Ergebnis gab es für die Freiheitlichen mit 25 Prozent in der Gemeinde Fohnsdorf. Im Lobmingtal, der Heimat von Nationalrat Wolfgang Zanger, holte die FPÖ 23 Prozent. Dieser zeigt sich "irrsinnig zufrieden" mit dem Ergebnis: "Angesichts der Atombombe, die da mit dem Video gegen uns gezündet wurde, ist das super", sagt Zanger. Er sieht einen Solidarisierungseffekt der FPÖ-Wähler in der Region. Die Wahlbeteiligung lag in beiden Bezirken bei rund 55 Prozent - eine deutliche Steigerung gegenüber der letzten EU-Wahl 2014.

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Das vorläufige Ergebnis ohne Wahlkarten:

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