Neue Quartiere sind gefragt

Asylwerber aus Oberzeiring verbrachten einen Tag im "wunderwald". Foto: KK
  • Asylwerber aus Oberzeiring verbrachten einen Tag im "wunderwald". Foto: KK
  • hochgeladen von Stefan Verderber

MURTAL. Die Asylkrise hat sich dramatisch verschärft. Der Hotspot hat sich von Nickelsdorf nach Spielfeld an die steirisch-slowenische Grenze verlagert. Tausende Menschen kommen dort fast täglich über die Balkan-Route nach Österreich. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner kündigte deshalb „bauliche Maßnahmen“ an.

Bürgermeister einbinden

In der gesamten Steiermark geht unterdessen die fieberhafte Suche nach neuen Unterkünften weiter. Bis Jahresende braucht das Land rund 3.000 weitere Plätze. Zuständig sind dafür mittlerweile die Bezirkshauptmannschaften. „Es wurden bei uns bereits einige mögliche Quartiere gemeldet. Diese werden besichtigt und dann an das Land gemeldet“, erklärt Peter Plöbst, Bezirkshauptmann-Stellvertreter im Murtal. „Die Entscheidung liegt aber immer bei Graz“, betont Plöbst. Bei der BH Murtal will man die Bürgermeister bestmöglich in das Prozedere einbinden und ausreichend informieren.

Keine Zahlen

Genaue Zahlen über künftige Quartiere kann Plöbst derzeit nicht nennen: „Das wäre reines Kaffeesudlesen.“ Aktuell sind im Bezirk Murtal rund 500 Asylwerber untergebracht. Primär werden jedenfalls die Gebäude von Interessenten auf ihre Tauglichkeit überprüft. Der Großteil davon sind private Betreiber, zum Teil aber auch leerstehende Gebäude. Die regionale Verteilung soll dabei beachtet werden. Gesucht wird vor allem nach kleineren Quartieren für maximal zehn bis 70 Personen.

Quote erfüllen

Aktuell sind im Bezirk Murau 161 Flüchtlinge untergebracht, die Höchstquote beträgt 432 Personen. „Wenn wir diese Quote zu 100 Prozent erfüllen, kommt das Durchgriffsrecht nicht zum Tragen“, betont Bezirkshauptmann Florian Waldner. Deshalb sucht man auch hier geeignete Unterkünfte. „Erst kürzlich haben wir 16 besichtigt, zwölf davon wurden eingereicht“, berichtet er. An alle geeigneten Unterbringungen wird ein Jahresvertrag vergeben, aktuell gäbe es jedoch noch keine Rückmeldungen.

Jahresvertrag

Auch Bürgermeister Thomas Kalcher hat den Umbau des ehemaligen Murauer Wirtschaftskammer-Gebäudes zu einem Flüchtlingsheim in Erwägung gezogen - dies wird aber wahrscheinlich nicht der Fall sein. Waldner: „Dieser Jahresvertrag ist vor allem problematisch bei Gebäuden, die erst umgebaut werden müssen. Vor allem gibt es keine Gewähr, dass das Quartier auch voll belegt ist.“

Newsletter Anmeldung!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Aktuell
Anzeige
3 2

1+1 gratis Ticketaktion für das Wiener Riesenrad

Wann sind Sie das letzte Mal mit dem Wiener Riesenrad gefahren? Wie wäre es mit einer romantischen Riesenradfahrt oder einem Familienausflug? Machen Sie jetzt eine einzigartige Fahrt mit dem Wahrzeichen Wiens! Die bz schenkt Ihnen zu jedem gekauften Riesenrad-Ticket ein weiteres Ticket GRATIS dazu! Einfach online mit dem Rabattcode WRR-BEZIRKSZEITUNG buchen oder beim Kauf an der Riesenrad-Kassa eine Ausgabe der bz vorzeigen. Die Aktion ist gültig bis 31.12.2020

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen