Umzingelt von Atomkraftwerken

In Österreich wurde mit der Novelle zum Ökostromgesetz grünes Licht für einen weiteren Ausbau von „erneuerbarer Energie“ gegeben. Das heißt, noch mehr Wasserkraftwerke, Windkraftanlagen und Solaranlagen für die Stromgewinnung sind in der Alpenrepublik in Planung. Auch in unserer Region. Diese Alternative zur Produktion von Strom mit Kohle- und Gas- oder Atomkraftwerken wird der Bevölkerung gerne als „sauber“ und ökologisch unbedenklich verkauft. Bei kritischer Betrachtung ergibt sich freilich ein anderes Bild, weil ökologische Kollateralschäden einfach ausgeblendet werden. Nach diesen Kriterien wäre auch die Produktion von Atomstrom als „sauber“ zu bezeichnen, wären da nicht das hohe Strahlenrisiko und der Atommüll. Da entscheiden wir uns doch lieber für das vermeintlich kleinere Übel, oder? Wie erst kürzlich in einer Tageszeitung zu lesen war, gibt es in der EU derzeit 125 aktive Atomreaktoren. Viele davon in unmittelbarer Nähe zur österreichischen Grenze. Weltweit sind 450 Atomreaktoren in Betrieb, weitere in Planung. Eine Mehrheit der Österreicher hat sich 1978 bei einer Volksabstimmung gegen die Inbetriebnahme von Zwentendorf und die Erzeugung von Atomstrom entschieden. Bei einer Wahlbeteiligung von 64,1 Prozent stimmten damals 50,50 Prozent mit Nein. Fazit: Wir importieren Atomstrom von unseren Nachbarn. Im Falle eines Atomunfalles in einem Nachbarland kommen wir sicher nicht schadlos davon (Tschernobyl). Wir haben also nie einen wirtschaftlichen Nutzen, sind aber in jedem Fall betroffen, wenn etwas passiert. Nüchtern betrachtet sind wir in jedem Fall die Deppen.

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