Anna, die Große ist im Anflug

Anna Gasser fühlt sich wohl am Kreischberg. Foto: GEPA
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KREISCHBERG. Fast unscheinbar sieht die zierliche Anna Gasser aus, wenn sie hinter dem Schneewieserl den Berg hochgezogen wird. Kein Wunder, bei knapp 165 Zentimetern Körpergröße und knapp über 50 Kilogramm Kampfgewicht. Man ahnt kaum, dass da einer der derzeit größten Stars der Snowboard-Szene daherwedelt.

Status

Diesen Status erarbeitete sie sich vor knapp drei Jahren, als sie als erste Frau einen doppelten Rückwärtssalto mit einer halben Drehung stand. Danach folgten der Vizeweltmeistertitel am Kreischberg und zuletzt gleich drei Siege in Folge in ihren ersten Big Air-Bewerben. Am Wochenende in Moskau schaute immerhin Platz 2 heraus. Bei Temperaturen bis zu minus 30 Grad. Von diesem Kälteschock konnte sich die junge Kärntnerin am Kreischberg erholen. „Es ist richtig angenehm, hier zu sein“, freute sich die 25-Jährige in der Jaga Alm. Also in jener Hütte, über die sie wenige Augenblicke zuvor noch abgehoben war.

Einzigartig

„Der Parcours schaut richtig gut aus“, lobte sie die Veranstalter und Pistenbauer. Als Höhepunkt gibt es heuer erstmals besagten Sprung über die Jaga Alm kurz vor dem Zielstadion. „Das funktioniert schon ganz gut. Es ist einzigartig und lustig - da kann man kreativ sein“, sagt Gasser. Immer wieder betonte sie das gute Gefühl, mit dem sie auf den Kreischberg kommt. Viele Erfahrungswerte konnte sie im Slopestyle heuer noch nicht sammeln. Am Kreischberg steigt der erste Weltcup-Bewerb der Saison. Zusätzliche Unsicherheit bringt eine Knieverletzung mit sich, die Gasser in den letzten Wochen geplagt hat. Trotzdem zählt die Kärntnerin am Samstag natürlich zu den ganz großen Favoriten. Sie ist Österreichs einzige Hoffnung in diesem Bewerb.

In die Bar

Anders sieht es da bei den Herren aus. Insgesamt neun Österreicher werden am Kreischberg dabei sein, angeführt vom Tiroler Philipp Kundratitz und vom Salzburger Mathias Weißenbacher. Auch sie durften den neuen Sprung über die Jaga Alm bereits testen. Das Fazit: „Der Kurs hat wieder Hand und Fuß. Die Jungs haben wieder eine Schippe draufgelegt. Man darf nur nicht links abbiegen, sonst fliegt man direkt in die Bar.“

Info

FIS Snowboard Slopestyle Weltcup am Kreischberg
Donnerstag, 12. Jänner: Training von 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr.
Freitag, 13. Jänner: Training und Qualifikation von 8.30 Uhr bis 16 Uhr.
Samstag, 14. Jänner: Training von 10 bis 11 Uhr. Semifinals von 11.20 bis 12.20 Uhr. Das große Finale steigt von 14 Uhr bis 15.45 Uhr. Danach Siegerehrung und After-Show-Party der Kreisch Indios im Festzelt im Zielbereich.
Der Eintritt ins Zielgelände ist frei.

Autor:

Stefan Verderber aus Murtal

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