Entscheidungsspiel für Halbfinaleinzug muss her

Die Vorentscheidung in Spiel 1: Hannes Rohrer (rechts) erzielt in doppelter Überzahl das 3:1 für die EVZ Murtal Lions.
  • Die Vorentscheidung in Spiel 1: Hannes Rohrer (rechts) erzielt in doppelter Überzahl das 3:1 für die EVZ Murtal Lions.
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Eliteliga, Viertelfinale, Spiel 1

EVZ Murtal Lions - Graz 99ers Juniors 5:2 (2:0, 0:1, 3:1)

Die EVZ-Cracks schienen der Favoritenrolle gerecht zu werden, Gerald Koller und Michal Dudas (Powerplay) sorgten mit ihren Toren für eine rasche 2:0-Führung, gespielt waren gerade einmal fünf Minuten. Doch mit Fortdauer bekamen die Löwen mit der aggressiven, zeitweise harten Spielweise der Juniors - die gegenüber dem Grunddurchgang einen qualitativ wesentlich stärkeren Kader zur Verfügung haben - ihre liebe Not.

Juniors eisläuferisch mit klaren Vorteilen

Vor allem im zweiten Drittel dominierten die eisläuferisch präsenteren Grazer, kamen durch Egger sogar zum 2:1-Anschlusstreffer, EVZ-Torhüter Brenkusch ließ sich beim Gegentreffer überraschen.

Hart umkämpftes Schlussdrittel

Das dritte Drittel war hart umkämpft, bis zehn Minuten vor Schluss stand das Match auf des Messers Schneide, ehe sich die 99ers durch zahlreiche Undiszipliniertheiten selbst schwächten. Nach einem harten Check mit Anlauf an Mario Sulzer, der in die Bande krachte, musste der Grazer Pichler mit einer Spieldauerdiszi vom Eis, die Grazer Kühlbox war dauerbesetzt.

EVZ-Crack nützten Powerplay-Chanchen

In dieser Phase kam die Routine der Zeltweger zum Tragen: Nach mustergültigem Assist von Walchshofer düpierte Hannes Rohrer in doppelter Überzahl den Grazer Torhüter mit einem Rückhand-Schlenzer und stellte auf 3:1.

Sulzer nahm sportliche Revanche

Kurz darauf, die Löwen hatten immer noch Powerplay, versenkte Mario Sulzer die Scheibe nach einem energischen Antritt im Kreuzeck und erhöhte auf 4:1. Die Moral der Grazer war gebrochen, Andreas Forcher stellte - wiederum in Überzahl - auf 5:1, ehe Kucher mit seinem Treffer den 5:2-Endstand besorgte. Die Zeltweger führten in der Best-of-Three-Serie 1:0.

Stimmen zum Spiel

Kevin Pesendorfer, Zeltweger im 99ers-Dress: „Es war ein gutes Spiel von uns, wir haben gut mitgehalten. Wir sind mit viel Energie ins zweite Drittel gestartet, hatten auch viele Torschüsse, leider haben die Zeltweger dann die Ausschlüsse in Tore umgemünzt.“

Nico Goja,
ebenfalls ein Murtaler im 99ers-Dress: Wir haben viele Chancen gehabt, diese aber leider nicht verwertet. Wenn der Gegner so viele Powerplaymöglichkeiten erhält, werden dann zwangsläufig einige genützt. Im zweiten Drittel haben wir aber gezeigt, dass wir uns Respekt verschaffen können. Ich freue mich bereits auf das Rückspiel in Graz".

Dominik Walchshofer,
EVZ-Kapitän: „Eine schnelle Führung ist immer schwer zu spielen. Das zweite Drittel können wir abhaken, wir werden daran arbeiten. Es waren aber auch solide Aktionen und schöne Spielzüge dabei. Wenn es darauf ankommt, sind wir wieder präsent, wir sind eine Play-off-erfahrene Mannschaft“.

Viertelfinale, Spiel 2

99ers Juniors - EVZ Murtal Lions 4:2 (2:0, 1:1, 1:1)

Die Zeltweger wurden kalt erwischt. Vom Doppelschlag der Grazer durch Mitsch und Kucher binnen 47 Sekunden (Shorthander und Weitschuss) zum 2:0 nach sechs Minuten erholten sich die Löwen, denen die nötige geistige Frische und auch das Spielglück fehlte, nicht mehr.
Zwar gelang Dominik Walchshofer in Überzahl der 2:1-Anschlusstreffer, aber Pirker und abermals Mitsch schossen die Juniors 4:1 in Führung. Mehr als der Powerplay-Treffer zum 4:2 durch Mario Sulzer gelang nicht mehr - Stand in der Serie 1:1.

Showdown auf eigenem Eis

„Do or die“ heißt es für die EVZ-Löwen am Samstag, 10. Februar, um 19 Uhr in der Aichfeldhalle. Die Cracks um Coach Pollross wollen den „Super-Gau“ aus Zeltweger Sicht mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern. Das Match wird zur Nervenschlacht - der Sieger steht im Halbfinale, für den Verlierer ist das Play-off beendet!

Löwen setzen auf Routine

Die Routine, der Heimvorteil und die individuelle Klasse sprechen für die Löwen, allerdings wartet auf die EVZ-Cracks mit den aggressiven, eisläuferisch starken Juniors, die nichts zu verlieren haben, ein äußerst unangenehmer Gegner.

Fans ein wichtiger Faktor

Eine wichtige Rolle kommt auch den treuen EVZ-Fans zu, sie könnten zum entscheidenden Faktor für einen positiven Ausgang werden. Die 99ers Juniors agieren zumeist vor sehr spärlicher Kulisse, eine gut besuchte Aichfeldhalle mit stimmkräftigen Fans könnte der Trumpf für die EVZ-Truppe sein.

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