Nordische Kombination
Erstes Weltcuppodium bejubelt

Martin Fritz durfte sein erstes Weltcup-Podium feiern.
  • Martin Fritz durfte sein erstes Weltcup-Podium feiern.
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  • hochgeladen von Fritz Meyer

„Kombinierer“ Martin Fritz landete in Otepää erstmals am Siegesstockerl
im Weltcup.

MURAU. Zweifellos zu den Aufsteigern der Weltcupsaison im internationalen Feld der Nordischen Kombinierer zählt Martin Fritz. Zuletzt bei der Fortsetzung der Weltcupsaison in Otepää (Estland) legte er sein bisher erfolgreichstes Weltcupwochenende auf Schanze und Loipen.

Sprung aufs Siegespodest

Im ersten Weltcupbewerb im Jahr 2019 schaffte der 24-Jährige erstmals in seiner Karriere den Sprung auf das Weltcuppodium. Der bestplatzierte Österreicher musste sich nur dem Seriensieger und Weltcupgesamtführenden Jarl Magnus Riiber (NOR) sowie dem Japaner Akito Watabe um fünf Sekunden geschlagen geben.
Nachdem aufgrund von starkem Wind der Sprungdurchgang abgesagt wurde, musste der provisorische Wettkampfsprung in die Wertung genommen werden.

Sprungskier ausgeliehen

Dieser fing für die ÖSV-Athleten turbulent an, weil nämlich mit Ausnahme von Paul Gerstgraser alle Athleten das Training und den Probedurchgang mit von anderen Nationen geliehenen Sprungskiern bestreiten mussten. Die eigenen Sprungskier sind am Anreisetag nicht mit dem Flug von München nach Tallinn mitgekommen, aber auch mit geliehenen Sprungskiern konnte Fritz auf der Schanze gut abschneiden und ging als Neunter mit einem Rückstand von 46 Sekunden in die Loipe.

Jagd auf die Führungsgruppe

Fritz machte sich gemeinsam mit den beiden Deutschen Vinzenz Geiger und Manuel Faisst auf die Jagd nach der 5-Mann-Führungsgruppe. In der letzten Runde konnte der WSV Murau-Kombinierer die beiden Deutschen abschütteln und auf die Führungsgruppe aufschließen. Im letzten Anstieg konnte sich Riiber, dicht gefolgt von Watabe, der am Weg zum zweiten Platz war, entscheidend absetzen.

Dreikampf um Rang drei

Um den letzten verbleibenden Podiumsplatz gab es einen Dreikampf zwischen dem Österreich-Trio Franz Josef Rehrl, Mario Seidl und Fritz, in dem Fritz im Finish den längsten Atem hatte und in sensationeller Manier Platz drei fixierte: „Es ist einfach genial, wie der Wettkampf gelaufen ist. Ein großes Dankeschön an die Nationen, die uns die Sprungskier geliehen haben, da unsere nicht im Flieger mitgekommen sind. Das Langlaufrennen war richtig gut, in der letzten Runde habe ich gemerkt, dass ich noch richtig Reserven habe. Ich hab auf den letzten Metern gegen die Deutschen alles gegeben und konnte mich schlussendlich auch gegen meine Teamkollegen durchsetzen. Ich bin total glücklich, dass es mit meinem ersten Weltcuppodium geklappt hat.“

Rang acht im zweiten Bewerb

Im zweiten Otepää-Bewerb konnte sich Fritz nach dem Springen (15.) erneut steigern und beendete den achten Saison-Einzelbewerb als drittbester Österreicher auf Rang acht. Damit hat der Skibezirk IV-Oberes Murtal-Kombinierer in den bisherigen Weltcupbewerben mit einer Leistungskons-tanz aufgezeigt und bereits vier Top 10-Ränge erreicht.

Bislang 220 Punkte erkämpft

In insgesamt acht Weltcupeinsätzen war er außerdem immer unter den Top 21 der Ergebnislisten zu finden. Außerdem trug er zum vierten Platz der österreichischen Equipe beim Mannschaftsbewerb in Ruka bei. Mit 220 Punkten scheint Fritz in der Weltcup-Gesamtwertung aktuell auf Platz elf auf.

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