Gold und Bronze zum Karriereende

Manfred Hausberger war als Kampfrichter bei zahlreichen internationalen Judo-Großveranstaltungen als Kampfrichter tätig.
  • Manfred Hausberger war als Kampfrichter bei zahlreichen internationalen Judo-Großveranstaltungen als Kampfrichter tätig.
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MURTAL. Ob regional, national oder international, es gibt kaum einen österreichischen Judosportfunktionär, der sich Zeit seines Lebens ehrenamtlich rund um die Judomatte derartig in Szene setzt wie Manfred Hausberger.

Mit dem Judosport fest verwurzelt

Dem Judenburger mit Wurzeln in Pöls liegt diese traditionelle asiatische Kampfsportart wie kaum einer Kollegin oder einem Kollegen seiner Zunft seit seinem Vereinseintritt beim Judoclub Pöls vor rund 50 Jahren am Herzen. Seit dem Jahre 1968 hat er es vom aktiven Sportler zum verdienten Funktionär sowie anerkannten und vorbildlichen höchstrangigen A-Kampfrichter gebracht. Der 62-jährige pensionierte Heeresunteroffizier hat freiwillig beschlossen, heuer mit Jahresende seine internationale Kampfrichtertätigkeit drei Jahre vor dem Alters-limit zu beenden, um jüngeren Kollegen Platz zu machen.

Karrierehighlights als Kampfrichter

In den letzten Wochen und Monaten als korrekter und fachkundiger Akteur am Mattenrand hat Hausberger noch einige Karrierehighlights erlebt. Bevor er bei der U 21-EM in Marburg zum letzten Mal im Einsatz war, gab es für ihn im letzten internationalen Kampfrichterjahr Einsätze bei der Universiade in Taipeh, beim U 21-Europacup in Lignano und bei der Veteranen-EM in Zagreb.

48.000 Kämpfe geleitet

„Bei rund 1.350 internationalen Kampfrichtereinsätzen durfte ich die Welt bereisen und leitete bei fünf Junioren-WM, drei Universiaden, fünf Militär-Weltspielen, neun Militärweltmeisterschaften, 18 Europameisterschaften der allgemeinen Klasse, zehn Team- und sechs Junioren-EM sowie zwölf Golden League Finali und 65 weiteren internat. Turnieren rund 48.000 Kämpfe“, darf Hausberger auf seine beeindruckende Bilanz stolz sein. Mit seiner Korrektheit hat der „Mattensport-Experte“ über Gold, Silber und Bronze unter den Besten der Besten entschieden.

Zahlreiche persönliche Auszeichnungen

Jetzt zum Karriereende durfte auch er zu seinen bisherigen zwölf persönlichen Auszeichnungen, Ehrungen und Verdienstzeichen auf Orts-, Landes- und Bundesebene noch einmal über spezielles Gold und Bronze jubeln. Für seine beruflichen Verdienste als ehemaliger Vizeleutnant des österreichischen Bundesheeres und dem damit verbundenen Einsatz um das Militärkommando Steiermark durfte er kürzlich in der Grazer Burg aus den Händen von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer das „Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark“ in Empfang nehmen.
Im Haus der Lotterien in Wien wurde Hausberger bei der 19. Cristall Gala, wo alljährlich die rot-weiß-roten Top-Funktionäre vor den Vorhang geholt und mit „Cristallen“ aus dem Hause Swarovski ausgezeichnet werden, noch einmal von der Bundessportorganisation gebührend geehrt. Hinter Hubert Lang (Leichtathletik) und Franz Heher (ASKÖ-Dachverband) gab es für den Murtaler Vorzeigefunktionär „Bronze.“
Das noch laufende und kommende Jahr 2018 sind für Hausberger überhaupt spezielle Jubiläumsjahre: „50 Jahre Judo, 20 Jahre steirischer Verbandspräsident, 35 Jahre Kampfrichter und 20 Jahre IJF-A-Kampfrichter stehen zu Buche. Keine Minute davon möchte ich missen.“

Andreas Mitterfellner betreut

Ein Meilenstein in seiner Funktion als langjähriger Vereinsobmann und in seiner 45-jährigen Trainertätigkeit beim ASKÖ Judoklub Pöls war die Betreuung und Wegbegleitung von Andreas Mitterfellner. „Ippon-Andi“ entwickelte sich an der Seite von Hausberger zum Weltklasse-Judoka und österr.Medaillengaranten bei internationalen Großveranstaltungen, wie zwei Militär-Weltmeistertitel sowie jeweils zweimal Silber und Bronze bei Europameisterschaften und acht österreichische Staatsmeistertitel bestätigen.

Funktionär mit Herz, Hirn und Verstand

Nicht nur als erfolgreicher Kampfrichter im internationalen Judosportgeschehen, sondern auch als Mensch mit vielen unterschiedlichen ehrenamtlichen Funktionärspositionen bringt sich Manfred Hausberger bereits über Jahrzehnte auf Orts-, Landes- und Bundesebene in seiner geliebten Sportart an vorderster Front ein.

DAN-Prüfungen 1-7 abgelegt

Als einfaches Mitglied beim Judoklub Pöls hat seine Karriere im Jahr 1968 begonnen und in den letzten fünfzig Jahren zu einem echten Höhenflug angesetzt, er hat selbst auch die DAN-Prüfungen (1-7) erfolgreich abgelegt. Seit 1976 ist er bei seinem Stammklub als eifriger und umsichtiger Vereinsfunktionär tätig.

Seit 20 Jahren als steirischer Verbandspräsident tätig

Im Judo-Landesverband setzt man seit 1989 auf die Dienste des Murtalers, der seit 20 Jahren auch als steirischer Verbandspräsident die Geschicke leitet. Im österreichischen Judoverband ist der 62-Jährige seit 22 Jahren als Vorstandsmitglied vertreten.
Mittlerweile trägt er seit zwölf Jahren im Präsidium als Vizepräsident in einer wichtigen Funktion enorme Verantwortung. Vor 35 Jahren hat er die Kampfrichterkarriere auf Landesebene gestartet. Danach folgte die IJF-B-Kampfrichterqualifikation im Jahr 1990 und acht Jahre später der Aufstieg zum IJF-A-Kampfrichter.

Österreichischen Judosport geprägt

Mit seinem hohen Fachwissen und enormen Engagement prägt Hausberger als einfaches Mitglied, Trainer, Funktionär, Organisator, Obmann, Präsident und Kampfrichter den österreichischen Judosport in all seinen Facetten. „In Blickrichtung Olympische Spiele in Tokio läuft im steirischen Verband das Projekt 2020. Es wäre toll und für unsere Sportart sehr wichtig, dass die Steiermark wieder einmal bei Olympia vertreten ist. Wichtig ist es für mich auch, in den nächsten Jahren einen geeigneten Nachfolger für meine Funktionen zu finden und aufzubauen.“
Hausberger hat rund um die nächsten Olympischen Spiele nicht nur die steirischen Mattensportler im Blickwinkel, sondern in seiner langjährigen Funktion als ÖJV-Leistungssportverantwortlicher auch die bundesweite Entwicklung im Visier.

Autor: Alfred Taucher

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