Eishockey Eliteliga
Meistertraum der Löwen ist geplatzt

Meisterehrung. STEHV-Präsident Philipp Hofer, Gerald Koller (EVZ), Pirmin Riedmann (ATSE) und Wettspielreferent Günther Klug (v. l.).
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  • Meisterehrung. STEHV-Präsident Philipp Hofer, Gerald Koller (EVZ), Pirmin Riedmann (ATSE) und Wettspielreferent Günther Klug (v. l.).
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Nach 17 Sekunden in der Overtime kam das Aus - EVZ-Cracks mussten dem ATSE den Vortritt lassen.
Eliteliga, Finalspiel 3

ATSE Graz - EVZ Murtal Lions 5:2 (0:0, 4:1, 1:1)

Nach dem hart erkämpften 3:2-Overtimesieg der Löwen in Spiel 2 (EVZ-Tore: Dinhopel, Scherngell, Dudas) lieferten sich beide Teams auch im dritten Duell im ersten Drittel einen offenen Schlagabtausch, der torlos endete.

Freude über Ausgleich währte nicht lange

Drittel zwei begann aus Zeltweger Sicht ernüchternd, der völlig freistehende Hirschberger scorte zum 1:0. Thomas Schiechl sorgte mit dem Ausgleich für Jubel im Zeltweger Lager, die Freude währte aber nur 15 Sekunden: ATSE-Topscorer Florian überraschte Andreas Brenkusch mit einem Schlagschuss aus spitzem Winkel, stellte postwendend auf 2:1. Die clever agierenden Grazer erhöhten durch Strohmeier und Florian (Solo) gar auf 4:1.

Sulzer-Tor nützte nichts

Mario Sulzer schlenzte die Scheibe via Stange zum 4:2 ins Netz und ließ die Löwen noch einmal hoffen. Jus sorgte mit einem Empty-Net-Lupfer bereits vier Minuten vor Schluss mit dem 5:2 aber für klare Verhältnissse.
Der ATSE führte in der Serie 2:1, die EVZ-Cracks standen vor Spiel 4 mit dem Rücken zur Wand.

Finale, Spiel 4


ATSE Graz - EVZ Murtal Lions 2:1 n. V. (0:0, 1:0, 0:1; 1:0)

1. Drittel: „Do or die“ lautete die Devise für die Löwen, dementsprechend engagiert starteten die Zeltweger ins Match.

Pech mit Stangenschuss

Gleich in der Anfangsphase hatte Robert Rohrer Pech, sein Schlagschuss klatschte an die Stange. Wenig später wurde Daniel Forcher allein aufs Tor stürmend gelegt, der erhoffte Penaltypfiff blieb aus, die Zwei-Minuten-Strafe für den Grazer Meixner brachte nichts ein.
Danach neutralisierten sich beide Teams, der ATSE sorgte aber mit langen, präzisen Pässen auf die Flügelstürmer stets für Gefahr.

2. Drittel:
Bereits nach eineinhalb Minuten gab es entsetzte Mienen im Zeltweger Lager, der auffälligste Crack der Finalserie, Matthias Florian, setzte einmal mehr zu einem Solo an, der technisch versierte Stürmer schloss den Alleingang erfolgreich zum 1:0 für den ATSE ab. Die Zeltweger waren bemüht, kamen aber kaum zu echten Torgelegenheiten. Die Grazer waren in dieser Phase mehrmals dem zweiten Tor näher als die Zeltweger dem Ausgleich,

Puck vor der Torlinie weggeschlagen 

Mit Fortdauer kamen die Löwen wieder besser ins Spiel. Einmal war ATSE-Torhüter Zeugswetter bereits geschlagen, die Scheibe konnte aber von den Grazer Verteidigern auf der Torlinie weggeschlagen werden.

Ausschluss von EVZ-Trainer Kühn

Mit der Schluss-Sirene von Drittel zwei erhielt EVZ-Coach Gilbert Kühn wegen Schiri-Kritik von Head Fussi eine Spieldauerdisziplinarstrafe aufgebrummt, musste auf der Tribüne Platz nehmen. Für Kühn übernahm der verletzte Florian Dinhopel das Coaching.

Jubel nach Scherngell-Ausgleich

3. Drittel: Auftakt nach Maß und Jubel bei Spielern und den mitgereisten Fans: In Minute 42 bezwang Christoph Scherngell endlich den überragenden Zeugswetter, Ausgleich zum 1:1 - alles war wieder offen. Nach 60 Minuten stand es weiter 1:1 - eine Overtime musste her.

Overtime rasch beendet

Kalte Dusche für die Löwen bereits nach 17 Sekunden der Verlängerung: Der ATSE gewann das Bully, Florian spielte einen präzisen Pass vors Tor, Jonas Schuller überlistete EVZ-Torhüter Andreas Brenkusch und drückte den Puck über die Torlinie - 2:1-Sieg und Meistertitel für den ATSE.

Tristesse pur im EVZ-Lager

Der Jubel bei den Grazern kannte keine Grenzen, während die Zeltweger Cracks - mit den wenig geliebten Silbermedaillen ausgestattet - mit hängenden Köpfen vom Eis schlichen. Der Vizemeistertitel war in diesen Augenblicken kein echter Trost.

ATSE ein würdiger Meister

Der ATSE erwies sich in der Finalserie als kompaktes Team mit den besseren Einzelspielern und sicherte sich durchaus verdient den Meistertitel 2018/19.

Kein fünftes Spiel

Den Zeltwegern ist kein Vorwurf zu machen, die Mannschaft fightete mit allen vorhandenen Mitteln bis zum Schluss - Spieler, Funktionäre und die treuen Fans hätten sich ein fünftes Spiel verdient. Es sollte nicht sein...

Meisterehrung. STEHV-Präsident Philipp Hofer, Gerald Koller (EVZ), Pirmin Riedmann (ATSE) und Wettspielreferent Günther Klug (v. l.).
Tor für den EVZ. Christoph Scherngell (rechts) bezwingt ATSE-Torhüter Zeugswetter und erzielt den 1:1-Ausgleich. Aus ATSE - EVZ 2:1 n. V.

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