Liga-Abbruch
"Sicher nicht im Sinne des Sports"

Murau und Judenburg hätten noch um den Titel mitgespielt.
  • Murau und Judenburg hätten noch um den Titel mitgespielt.
  • Foto: Ripu
  • hochgeladen von Stefan Verderber

Auch in der Oberliga Nord gehen die Meinungen über das vorzeitige Saisonende auseinander.

MURAU/MURTAL. "Das war eigentlich zu erwarten. Wir nehmen die Entscheidung hin, auch wenn eine sportliche Lösung nicht schlecht gewesen wäre", sagt Martin Rosol, sportlicher Leiter des ESV Knittelfeld. Der Steirische Fußballverband hat beschlossen, die laufende Saison nicht mehr fortzusetzen. Das sorgt auch in der Region für geteilte Meinungen.

"Bitter für alle"

"Unglück und unzufrieden" ist man darüber beim SVU Murau. "Das ist sicher keine Entscheidung im Sinne des Sports", sagt Sektionsleiter Werner Palli. Für manche Vereine sei das sogar eine Katastrophe. "Wir wollen ja den Kindern und Jugendlichen ihren Sport ermöglichen. Jetzt hat es so lange keine Perspektive gegeben." Auch den Fans und Sponsoren sei man verpflichtet. "Das ist bitter für alle Akteure", sagt Palli.

Verständnis

Doppelt bitter ist die Entscheidung für den FC Judenburg. Dort hätte man - wie Murau - um den Titel mitgespielt und war auch im Steirercup noch im Rennen. "Wir haben uns jetzt bereits zum zweiten Mal gute Chancen auf den Aufstieg ausgerechnet", sagt Obfrau Birgit Pletz. Sie zeigt allerdings auch Verständnis für den Verband. Beim FC Judenburg blickt man jetzt bereits auf die neue Saison: "Aller guten Dinge sind drei. Unser Ziel bleibt weiterhin die Landesliga."

Neu durchstarten

Differenziert sieht man die Sache auch beim FC Obdach: "Wir hätten beides angenommen. Es ist jetzt keine richtige Meisterschaft mehr und zu viele Maßnahmen waren noch unklar", sagt Sektionsleiter Siegfried Richter. "Wir hätten zwar sicher mitgespielt. Aber jetzt ist es besser, wenn wir im Sommer wieder richtig durchstarten können."

Argumente

"Der Vorstand hat sich diese Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht", heißt es seitens des Verbandes. Begründet wurde der Schritt mit mehreren Argumenten: Trainings sind erst ab 19. Mai möglich, deshalb wäre der Meisterschaftsbetrieb nach entsprechender Vorbereitung erst ab Mitte Juni möglich gewesen. Damit stünden bis zur Sommerpause nur wenige Termine zur Verfügung und die Corona-Situation hätte die Lage wohl oftmals zusätzlich verschärft. "Ein sportlich regulärer Bewerb ist daher nicht durchführbar."

Neue Saison

Das Augenmerk wird jetzt auf die neue Saison gelegt, die Ende Juli/Anfang August beginnen soll, damit die Hinrunden so früh wie möglich beendet werden können. Für die abgebrochene Meisterschaft bedeutet das: Der Bewerb wird nicht gewertet. Es gibt weder Meister, noch Auf- oder Absteiger. Die große Ausnahme sind die Damen des SVU Murau, die ihre Hinrunde beenden konnten und deshalb in die Landesliga aufsteigen (Bericht). Zumindest damit können sich die Murauer trösten.


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