24.05.2017, 10:55 Uhr

Die Kunstwelt im Sturm erobert

Regine Kafeder vor ihren Werken. Foto: KK

Regine Kafeder zog in die Welt hinaus und kehrt jetzt für ein Projekt nach Judenburg zurück.

JUDENBURG. Knappe 10.000 Kilometer beträgt die Entfernung zwischen Judenburg und Mexiko - und trotzdem gibt es eine Verbindung. Zumindest für Regine Kafeder. Die freischaffende, bildende Künstlerin hat drei Jahre lang in Mexiko gelebt und dort gemalt. „Der mexikanische Stil hat mich von Anfang an sehr fasziniert. Diese Zeit hat mich geprägt, vor allem die Farben - diese Akzente kann man noch immer in meinen Arbeiten sehen“, erzählt Kafeder heute.

Übersiedelt

Die Murtalerin hat von Judenburg aus die künstlerische Welt erobert. Erst hat sie Bühnengestaltung und Kostümbild in Graz studiert, nach dem Abschluss zog es sie für einige Jahre nach Triest in eine Bühnenbildwerkstatt. Bühnenbilder und Filmstudios haben auf ihre Arbeiten zurückgegriffen. Dann kam über Freunde der Schritt nach Mexiko. „Es hat mir dort künstlerisch so gut gefallen, das ich dann übersiedelt bin“, erzählt die Judenburgerin. Später kehrte sie zurück nach Wien, wo sie mittlerweile seit 18 Jahren lebt und arbeitet.

Rückkehr

Am Freitag führt sie ihr Weg allerdings zurück ins Murtal, und zwar zu einer ganz besonderen Ausstellung. In der Mama´s Lounge wird sie eine „Live Painting Session“ veranstalten. Was kann man sich darunter vorstellen? „Ich werde live vor Publikum ein Kunstwerk an eine Wand malen“, verrät die Künstlerin. Dazu gibt es Musik von einer Live-Band und das bekannt köstliche mexikanische Essen von „Mama´s Tacos“.

Tag der Toten

Kafeders Werk wird inspiriert sein vom „Dia de Muertos“, dem berühmten „Tag der Toten“, der jährlich in Mexiko mit einem riesigen Fest gefeiert wird. Also eine Hommage an die Zeit in Mexiko der Judenburger Künstlerin. Sie wird die Malerei in Acryl-Neon halten und das Werk soll anschließend mit UV-Licht bestrahlt werden. „In Amerika sind solche Live-Paintings derzeit absolut im Trend“, sagt Kafeder.

Künstlerleben

Das Leben in Wien hat für Kafeder Vor- und Nachteile: „Im Murtal kennt man die Leute, ist ungezwungener. In Wien ist es eindeutig schwieriger, sich durchzusetzen, dafür hat man als Künstler aber auch mehr Möglichkeiten“, sagt sie. Die Zukunft wird die Judenburgerin ohnehin wieder ins Ausland führen. Es sind Ausstellungen in Venedig und in den USA geplant. Davor ist aber Judenburg an der Reihe.

Zur Person

Regine Kafeder wurde in Judenburg geboren und lebt in Wien. Sie hat einen Sohn.
Beruf: Sie ist freischaffende, bildende Künstlerin und unterrichtet nebenbei Kunst in Schulen.
Hobbys: Reisen („das kommt auch der Kunst zugute“), Architektur, Kunstgeschichte.
Live-Painting Open Session am Freitag, dem 26. Mai, ab 18 Uhr in der Mama´s Lounge in der Weißkirchnerstraße 33 in Judenburg (beim ehemaligen Eislaufplatz).
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