13.07.2017, 11:29 Uhr

Mit der Formel 1 verheiratet

Top-Manager Christoph Ammann und sein Team haben mit ihrer Arbeit auch zum Erfolg des Formel 1-Grand Prix-Rennens 2017 am Red Bull Ring in Spielberg beigetragen. Fotos: Purgstaller

Der Knittelfelder Christoph Ammann sorgt dafür, dass es in den Kassen der Motorsport-Veranstalter klingelt.

Christoph Ammann hat in der internationalen Motorsport-Szene einen Namen. Einen guten Namen. Er ist mit den Formel 1-Zampanos auf Du und Du und dafür bekannt, „dass er einen guten Job macht“. Im Jahr 1987, also vor genau 30 Jahren, hat er mit dem Ticket-Verkauf für den Formel 1 Grand Prix von Österreich begonnen. Rund fünf Millionen Eintrittskarten hat er während dieser drei Jahrzehnte an die Motorsport-Fans gebracht. Ammann und sein Team verkaufen Tickets für alle Rennstrecken dieser Welt. Dazu gehört auch der Vertrieb der exklusiven Paddock-Eintritte. Hauptkunden sind hier vor allem Großabnehmer und Sponsoren. Längst zählt auch die Security zum Business des erfolgreichen Geschäftsmannes, den unter anderem auch mit Bernie Ecclestone eine langjährige Freundschaft verbindet. Ein väterlicher Freund, der auf ihn immer „wie auf seinen Buben geschaut“ hat.
Christoph Ammann kommt aber auch mit den neuen Eigentümern der Formel 1 (Liberty Media) gut zurecht. „Neue Leute mit neuen Ideen. Die sind sehr praxisorientiert. Dadurch ergeben sich auch für mich neue Chancen. Wir müssen schauen, dass wir da weiter mit dabei sein können“.
Für das operative Security-Geschäft zeichnet inzwischen sein Neffe Markus Ammann verantwortlich. Beim heurigen Formel 1 Grand Prix am Red Bull Ring hat er rund 300 Mitarbeiter dirigiert. Bei der MotoGP im Vorjahr rund 450 Leute.
„Ich bin im Motorsport-Geschäft natürlich nicht Alleinanbieter“, bemerkt er bei unserem Gespräch im Motorhome des Sauber-Teams am Red Bull Ring. Ein bisschen wurde dabei auch in alten Erinnerungen geschwelgt.
Christoph Ammann hat sich seinen Erfolg hart erarbeiten und am Beginn seiner selbstständigen Veranstalter- und Managertätigkeit auch einen besonders herben Rückschlag in Kauf nehmen müssen, der ihn fast die wirtschaftliche Existenz gekostet hätte. Aber das ist lange her. Danach musste der ebenso fleißige wie beharrliche Manager die Mühen der Ebene bewältigen. Alte Freunde und Fans kennen ihn noch aus der Zeit in den Achtzigern, wo er mit der CAM-Disco durch die Lande tingelte. „Das war so zwischen 1983 und Anfang ‚90“. Auch Udo Huber und Vera Russwurm waren damals seine Wegbegleiter.
Dass Christoph Ammann in diesen Jahren als „Freier Mitarbeiter“ für kleines Geld unter anderem auch „Insider-News“ für die Murtaler Zeitung geschrieben hat, zeigt, dass er wirklich klein angefangen hat. Dass er in seinem Business so erfolgreich geworden ist, freut uns deshalb natürlich umso mehr.

Leidenschaftlicher Golf-Sportler

Christoph Ammann hat in Golf- Proette Eva Steinberger (GC Murtal und GC Murau-Kreischberg) eine Lebensgefährtin gefunden, mit der er sich auf den Golfplätzen dieser Welt beim gemeinsamen Hobby entspannen kann. Südafrika ist einer der bevorzugten Erholungsorte des Murtaler Top-Managers, der sich darüber freut, „dass die Formel 1 wieder boomt“. Für das Rennen im belgischen Spa gingen allein mehr als 24.000 Tickets an Fans des Red Bull-Piloten Max Verstappen, der in Spielberg bereits in der ersten Kurve aus dem Rennen geflogen ist. Zur Freude von Christoph Ammann hat das Publikumsinteresse an der Formel 1 heuer gegenüber dem Vorjahr wieder deutlich angezogen.

Zur Person

Christoph Ammann (56) wurde am 7. April 1961 in Bruck an der Mur geboren. Er ist Vater einer Tochter (Anna). Christoph Ammann ist geschieden. Seine jetzige Lebenspartnerin ist Proette Eva Steinberger. Ammann ist Eigentümer und Geschäftsführer der Firmen Grand Prix Tickets GmbH. und der Christoph Ammann Management Security Ges.m.b.H., deren 100-Prozent-Eigentümer die CAM Christoph Ammann Management Holding Ges.m.b.H. ist. Seine Karriere startete er nach der Matura im Musik-Management. Seit 1987 ist er im Grand Prix-Ticket-Geschäft tätig und bietet weltweit auch Security-Dienste für Formel 1-Teams an.
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