28.12.2017, 13:26 Uhr

2018 werden neue Weichen gestellt

Das LKH Stolzalpe wird mit Judenburg-Knittelfeld zum LKH Murtal. Foto: Verderber

Ein neuer Krankenhausverbund, viele Events und Projekte warten im Murtal.

MURTAL/MURAU. Mit dem Beginn des neuen Jahres wird in der Region eine neue Ära im Spitalswesen eingeleitet. Ab 1. Jänner gesellt sich das LKH Stolzalpe zum Spitalsverbund Judenburg-Knittelfeld. Das neue Dreiergespann heißt dann LKH Murtal und wird zu einem der sieben steirischen Leitspitäler. „Für die Patienten ändert sich dadurch genau nix“, erklärte Gesundheitslandesrat Christopher Drexler vor wenigen Wochen bei einem Besuch auf der Alpe. Die Krankenanstaltengesellschaft Kages stellte dabei sogar weitere Investitionen in Aussicht. Bis zu 23 Millionen Euro sollen bis zum Jahr 2025 in verschiedene Bereiche fließen.

Bierapotheke

Nur wenige Kilometer unterhalb der Alpe gibt es eine weitere Neuerung zu eröffnen. Murauer Bier hat in der ehemaligen Salvator-Apotheke in der Anna Neumann-Straße eine Bierapotheke gebaut, diese öffnet bereits am 5. Jänner ihre Tore und stellt einen weiteren „Meilenstein der Brauerei“ dar. Passend dazu gibt es in Murau eine weitere Regionenausstellung zum Thema Bier. Diese wird aber erst im Jahr 2019 über die Bühne gehen.

Neuer Hauptplatz

Viel Neues kommt in den nächsten Monaten auch auf die Eisenbahnerstadt Knittelfeld zu. Die Bauarbeiten am Haus der Vereine laufen auf Hochtouren. Die offizielle Eröffnung ist für 1. Mai 2018 vorgesehen. Etwas länger gedulden muss man sich auf den neuen Hauptplatz. Die Bauarbeiten für das neue Schmuckstück im Zentrum der Stadt sollen im Frühjahr beginnen. Im Budget sind 2,4 Millionen Euro dafür vorgesehen. Modern und funktional soll der neue Hauptplatz am Ende werden. Noch länger warten muss man auf die lang versprochene neue ÖBB-Lehrwerkstätte. Der Baubeginn wird mittlerweile für 2019 anvisiert, 2020 wird mit der Fertigstellung gerechnet.

Neuer Gewerbepark

Gebaut wird demnächst auch in der Nachbarstadt Spielberg. Dort wird derzeit der Gewerbepark bei der Autobahnabfahrt aufgeschlossen. Entstehen soll dem Vernehmen nach eine Tankstelle mit Einkaufsmöglichkeiten. „Das Projekt ist noch nicht endgültig eingereicht“, sagt Bürgermeister Manfred Lenger. Im Jänner oder Februar soll es dann aber soweit sein. Außerdem planen die Gemeinden Spielberg und Lobmingtal gemeinsam einen neuen Fußgängerübergang beim Mursteg und das in die Jahre gekommene Sportheim in Spielberg soll saniert werden.

Motorsport & Kultur

Wie üblich tut sich auch ansonsten viel in der Motorsport- und Kulturstadt. Die Sommersaison am Red Bull Ring wird am 7. April mit dem traditionellen Josefimarkt eröffnet. Neben weiteren Rennen im Mai und Juni steigen am 1. Juli und am 12. August die Grands Prix von Österreich der beiden Königsklassen. Erst gastiert die Formel 1 in Spielberg, dann kommt die MotoGP. Das Deutsche Tourenwagen Masters gibt sich von 21. bis 23. September die Ehre, erstmals mit zwei Lokalmatadoren am Start: Neben dem Tiroler Lucas Auer hat für 2018 auch der Salzburger Philipp Eng ein Cockpit ergattern können. Ob es auch im kommenden Jahr ein Spielberg Musikfestival geben wird, steht noch in den Sternen. Die E-Mobility Play Days sollen jedoch wieder Ende September über die Bühne gehen.

Projekt Spielberg wächst

Das Projekt Spielberg von Red Bull-Boss Didi Mateschitz wächst auch abseits der Rennstrecke weiter. Bereits im Frühjahr sollen die Bauarbeiten für die neue Brauerei in Pöls-Oberkurzheim abgeschlossen werden. Weitere Pläne für das benachbarte Schloss Sauerbrunn sind bislang noch nicht bekannt. Seit Kurzem gehört Mateschitz auch das ehemalige Hotel Seetalblick in St. Wolfgang am Zirbitz. Dort soll dem Vernehmen nach erst 2019 mit den Umbauarbeiten begonnen werden. Geplant ist wohl eine Art Buschenschank.

Infrastruktur

Die Infrastruktur bleibt in der Region auch 2018 ein großes Thema. Neben einigen Straßenbau-Vorhaben des Landes steht auch der Breitband-Ausbau weiter im Fokus. Dafür wurden vor wenigen Wochen die Weichen neu gestellt. Eine eigene Gesellschaft wird sich künftig darum kümmern und soll Gemeinden und Regionen vernetzen. Zudem wird das Netz der E-Tankstellen im Murtal weiter wachsen. Spannend dürfte es auch in Sachen Murtalbahn werden - da werden die Weichen für die Zukunft gestellt.
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