23.10.2017, 15:12 Uhr

Checkliste für den Trauerfall

Angehörigen bleiben nur wenige Tage bis zur Beerdigung, um alle notwendigen Schritte einzuleiten und die Beisetzung zu organisieren. (Foto: Archiv)

Zwischen einem Sterbefall und dem Begräbnis muss eine Reihe von Behördenwegen erledigt werden.

Ist ein Todesfall eingetreten, gilt es verschiedene Schritte und Maßnahmen zu setzen. Wichtig ist zu prüfen, ob und welche Vorsorgemaßnahmen der Verstorbene zu Lebzeiten bereits getroffen hat und wie sein letzter Wille aussieht Benachrichtigen Sie bei einem Todesfall zu Hause einen Arzt, damit dieser die Anzeige des Todes ausstellen kann. Bei einem Sterbefall im Krankenhaus oder in einer Pflegeeinrichtung wird diese durch die Verwaltung organisiert.

Innerhalb von 72 Stunden


Benachrichtigen Sie ggf. Arbeitgeber des Verstorbenen, Krankenkasse und Rentenversicherung. Informieren Sie sich über laufende Zahlungen, mit dem Erbschein sind Sie berechtigt, Daueraufträge zu stoppen. Die Auszahlung von Lebens- und Sterbegeldversicherungen muss innerhalb von 24 bis 72 Stunden nach dem Tod beantragt werden.

Todesfall beurkunden


Nach einem Sterbefall muss auch eine Reihe von Behördenwegen erledigt werden. So muss jeder Todesfall am Standesamt des Sterbeortes beurkundet werden. Dafür ist es ratsam, die Geburtsurkunde des Verstorbenen, den Staatsbürgerschaftsnachweis, die Heiratsurkunde der letzten Ehe, den Meldezettel und eventuell die Sterbeurkunde des Ehepartners beziehungsweise die Scheidungsurkunde parat zu haben.

Zuständige Bestattung


Die Beerdigung kann bei jedem Bestattungsunternehmen angemeldet werden. Es empfiehlt sich, sich ehestmöglich an die für den Beerdigungsort zuständige Bestattung zu wenden. Wenn ein Sterbegeldanspruch gegenüber einer Versicherungsanstalt besteht, ist die Mitnahme von Versicherungspolizzen mit den dazugehörigen letzten Zahlungsabschnitten von Vorteil. Dadurch können den Hinterbliebenen oftmals die Formalitäten, die für die Auszahlung des Sterbegeldes notwendig sind, erspart werden. Der Termin für die Trauerfeier wird in Abstimmung mit der Friedhofsverwaltung festgesetzt. In einem Gespräch mit dem jeweiligen Repräsentanten der verschiedenen Glaubensrichtungen gilt es die Einzelheiten zum Ablauf der Trauerfeier, beziehungsweise der Bestattung, im Sinne des Verstorbenen zu klären. Umfassende Hilfestellung und persönliche Beratung bei all diesen Wegen erhalten Hinterbliebene bei Bestattungsunternehmen.

Vorsorgemappe für die Hinterbliebenen

Um ihren Angehörigen im Todesfall Entscheidungen zu erleichtern und den organisatorischen und bürokratischen Aufwand zu vereinfachen, möchten viele Menschen bereits zu Lebzeiten die letzten Dinge geregelt wissen.

Der letzte Wille
Dazu bietet sich z. B. eine Vorsorgemappe an. Hier können Sie Ihre Wünsche zur Gestaltung der Trauerfeier aufschreiben, wichtige Dokumente wie Urkunden, Versicherungsverträge und Testament sammeln, Namen und Adressen von Personen, die benachrichtigt werden sollen, und vieles mehr festhalten.

Wertvolle Hilfe
Für die Angehörigen ist solch eine Vorsorgemappe eine wertvolle Hilfe im Todesfall und für denjenigen, der sie angelegt hat, eine Beruhigung, dass sie auf das Ende des Lebens vorbereitet sind.

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