14.06.2018, 09:38 Uhr

Feuerwehren planen eine Katastrophenhalle

Die Feuerwehren bereiten sich auf Unwetter vor - wie hier in Weißkirchen. Foto: FF/Freigassner

Judenburger Einsatzkräfte rüsten sich wegen steigender Unwettergefahr.

JUDENBURG. „Es wird immer mehr“, konstatiert Judenburgs Bereichskommandant-Stellvertreter Armin Eder. Vergangene Woche hat sich ein Unwetter punktuell über Judenburg entladen. Vier Feuerwehren mit 54 Helfern mussten ausrücken, um 19 Schadensfälle abzuarbeiten.

Kooperation

„Fast täglich gibt es irgendwo in der Steiermark ein Unwetter. Im Vorjahr war der Bezirk stark betroffen, heuer bisher eher punktuell“, bilanziert Bereichskommandant Harald Schaden. Genau deshalb ziehen jetzt alle Feuerwehren des ehemaligen Bezirkes Judenburg an einem Strang und wollen eine gemeinsame Katastrophenhalle errichten.

Planungsphase

„Wir sind noch in der Planungsphase“, betont Schaden, erste Details gibt es trotzdem. Die Halle soll mit allen relevanten Ausrüstungsgegenständen für den Katastrophenfall ausgestattet werden - also Sandsäcken, Pumpen oder Werkzeug. Alle 27 Feuerwehren des Bereiches haben dem Vorhaben bereits zugestimmt, sie können nach der Umsetzung auf die Ausrüstung zugreifen.

Gemeinsam

„Es kann nur gemeinsam gehen, wir müssen die Katastrophen ja auch gemeinsam abarbeiten“, sagt Schaden. Die neue Lagerhalle mit teils neuen Gerätschaften soll im Gewerbepark der Gemeinde St. Peter ob Judenburg entstehen. „Das ist der zentralste Punkt und ein Verkehrsknoten.“ Einen Zeitplan gibt es noch nicht. Die Feuerwehr hofft aber auf eine Umsetzung im nächsten Jahr. Auch eine Investitionssumme ist derzeit noch nicht bekannt.

Platzbedarf

Nach der Umsetzung können alle Feuerwehren im Bedarfsfall auf die Geräte zugreifen und sind zudem modernst ausgerüstet. Schaden erklärt: „Jede Feuerwehr hat eine gewisse Grundausrüstung, bei einem Unwetter braucht man aber viel mehr. Nicht jede Feuerwehr hat jedes Gerät - das ist mit enormen Kosten verbunden.“ Dieses Problem soll mit der neuen Katastrophenhalle ebenso gelöst werden. Zudem sei der Platz in den einzelnen Rüsthäusern oft nicht mehr gegeben.

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