06.07.2017, 12:24 Uhr

Formel 1 wird bestens geschützt

Spezialkräfte sind bei der Formel 1 im Einsatz. Foto: GEPA pictures

Die Polizei sorgt in Spielberg mit einem Großaufgebot für Sicherheit.

MURTAL. Die Murtaler dürfen sich sicher fühlen. Darüber hinaus auch Tausende Gäste, die die Region jährlich bei den Großveranstaltungen wie Formel 1, MotoGP oder Konzerten stürmen. Das hat man in den letzten Jahren gesehen. Auch vor dem Formel 1-Wochenende steht die Sicherheit der Motorsportfans wieder im Fokus von Einsatzorganisationen, Behörde und Veranstalter. „Diese Veranstaltungen sind natürlich sehr herausfordernd“, gibt Polizei-Einsatzleiter Günther Perger zu. „Wir müssen jede einzeln einschätzen, bewerten, analysieren und dann ein Sicherheitskonzept entwickeln.“

Maßnahmen

Ein Hauptaugenmerk liegt seit Längerem darauf, große Menschenansammlungen zu schützen. Stichwort Terrorgefahr. Perger erklärt: „Es gibt keine unmittelbare Bedrohung, aber man muss das Thema ständig im Hinterkopf haben.“ Dafür gebe es mehrere Maßnahmen, die man aus taktischen Gründen aber nicht im Vorfeld preisgeben will.

Unterstützung

Unterstützung kommt in diesem Punkt auch seitens der Politik. Bei der Aufstellung von mobilen Barrieren zum Schutz vor Amokfahrern gibt es derzeit noch keine rechtliche Grundlage. Das soll sich nun ändern, wie Landtagsabgeordnete Gabi Kolar (SPÖ) am Mittwoch in einem Pressegespräch erklärte. „Wir brauchen da ein neues Gesetz und werden diesbezüglich Druck ausüben“, sagt Kolar. Zuständig ist in diesem Fall nämlich der Bund. „Es gilt die Sicherheitspolitik laufend an die tatsächlichen Anforderungen anzupassen", sagt auch ÖVP-Klubobmann Karl Lackner. Erste Gespräche mit dem zuständigen Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) habe es bereits gegeben.

Präsenz & Prävention

Inzwischen setzt man dieses Wochenende in Spielberg auf verstärkte Präsenz und Prävention. Am Ringgelände wird eine vorübergehende Polizeiinspektion eingerichtet, zudem wird die Polizei erstmals vermehrt über soziale Medien informieren und kommunizieren. Insgesamt sind über 100 Beamte im Einsatz, auch Spezialisten für Sprengstoff, das Einsatzkommando Cobra und die Einsatzeinheit.

Statistik

Trotz der vielen Events mit Tausenden Besuchern im Murtal gibt es in der Kriminalstatistik erfreuliche Zahlen: Von Jänner bis Mai gab es heuer im Bezirk 863 Anzeigen und damit einen Rückgang von 13,3 Prozent im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum. Besonders signifikant waren Rückgänge in den Bereichen Körperverletzung, Diebstahl- und Einbruchsdelikten. Zudem wiesen die Bezirke Murtal und Murau mit über 58 Prozent im Vorjahr die höchsten Aufklärungsquoten des Landes auf.
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