11.11.2016, 09:00 Uhr

Bundesheer rüstet auf

Pilotinnen und Piloten sind derzeit sehr gefragt. Foto: Bundesheer/Schwärzler

Personaloffensive bringt über 200 neue Arbeitsplätze in Zeltweg.

ZELTWEG. Unter dem - relativ - neuen Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil hat sich das Österreichische Bundesheer vom Sparverein zum Expansionsbetrieb entwickelt. Schon bei der Airpower in Zeltweg hat der Minister angekündigt, das Heer neu orientieren zu wollen und dafür Investitionen in der Höhe von 250 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Bei der Flugshow selbst wurden vor allem Piloten rekrutiert. Auch Geräte und Infrastruktur des Heeres sollten verbessert werden.

Größter Arbeitgeber

Mittlerweile ist auch eine Personaloffensive dazugekommen. „Zur Erfüllung der künftigen Aufgaben muss das Bundesheer personell wachsen“, heißt es.
Das betrifft auch den Standort Zeltweg. Beim schon jetzt größten Arbeitgeber der Region sind rund 950 Soldaten und Zivilbedienstete beschäftigt. Durch die Personaloffensive sollen über 200 Arbeitsplätze dazukommen. „Das ist für uns natürlich sehr positiv. Vor allem, weil jetzt eine Pensionierungswelle ansteht“, sagt Kasernenkommandant Oberst Edwin Pekovsek.

Grundwehrdiener

Zusätzlich soll auch die Infrastruktur am Fliegerhorst nachgebessert werden. Pekovsek: „Grundsätzlich sind wir gut aufgestellt. Aber bei den Mannschaftsunterkünften hinken wir ein bisschen hinterher.“ Jährlich werden im Schnitt zwischen 600 und 650 Grundwehrdiener in Zeltweg ausgebildet.

Erfreulich

Die Aufstockung auf über 1.000 Arbeitsplätze in Zeltweg freut auch Bürgermeister Hermann Dullnig: „Das Bundesheer ist ein wesentlicher und wichtiger Kooperationspartner. Wenn zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden, ist das erfreulich und begrüßenswert.“ Dullnig hofft, dass in erster Linie Menschen aus der Region profitieren.

Rhythmus

Profitiert hat das Bundesheer zweifelsohne von der Airpower im September. „Das ist perfekt abgelaufen“, sagt Pekovsek. Auch der Oberst spricht sich für einen Drei-Jahres-Rhythmus aus. „Man darf nicht vergessen: Die Leute machen das alles in Doppelfunktion. Das ist schon eine Belastung.“
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