10.11.2016, 17:11 Uhr

Meinung: Ältere bleiben auf der Strecke

Zeit ist nicht nur ein Thema in der neu gegründeten „Zeitgesellschaft“. Die Geschwindigkeit der Entwicklungen verlangt uns allen heute immer mehr ab. Nicht alle können und wollen da mithalten. Vor allem ältere und nicht so mobile Menschen bekommen durch die Strukturveränderungen Probleme. Am Land und insbesondere in kleinen Gemeinden, wo die Infrastruktur in den letzten Jahren stark zurückentwickelt worden ist, wird das besonders spürbar. Dieser Prozess setzt sich laufend fort. Ein zutiefst soziales Thema, dem man sich in der heutigen Wirtschaftsentwicklung zwangsweise wird stellen müssen. Damit verbunden ist die Lebensqualität von uns allen. Vielleicht findet die „Zeitgesellschaft“ eine brauchbare Antwort darauf. Die Globalisierung erzeugt irrsinnige Zentrifugalkräfte, denen die Sehnsucht vieler nach dem Zentripetalen gegenübersteht. Immer schneller, höher und weiter, ohne Rücksicht auf Verluste? Das kann nicht Ziel unserer Gesellschaft sein. Es gilt, Projekte und Ideen zu entwickeln, die den Menschen eine Existenz bei größtmöglicher Lebensqualität ermög-licht. Den Menschen mehr und mehr zum Sklaven von Maschinen oder zum Passagier in der Automatisierung zu degradieren, halte ich für keine intelligente Lösung. Es ist auch nicht zielführend, dass eine Gruppe immer mehr und immer härter arbeiten muss, während andere immer weniger oder gar nicht mehr arbeiten können oder wollen. Das ist total sinnbefreit und befeuert die sozialen Konflikte. Die Wohlstandsbestrebungen müssen wieder mehr in die Breite gehen.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.