17.11.2016, 10:42 Uhr

Meinung: Nachruf auf den Hausverstand

Nach langem Siechtum scheint der Hausverstand nun unbestätigten Meldungen zufolge endgültig seinem langen Leiden erlegen zu sein. In jedem Fall ist er verschollen. Lediglich eine Handelskette bedient sich noch seiner. Ob es nun die oder der Hausverstand heißen soll, darauf möchte ich an dieser Stelle lieber nicht näher eingehen. Die bürokratische Beschäftigungstherapie für Unternehmen und Privatpersonen treibt immer neue Blüten. Da passt der Gender-Schwachsinn bestens dazu. Hauptsache, die Leute sind beschäftigt, oder? Ob es Sinn macht oder nicht und was es tatsächlich bringen soll, danach wird längst nicht mehr gefragt. Es gilt, sich danach zu richten, was verordnet und gesetzlich verankert wurde. Basta! Am besten Hirn ausschalten und durch. Denn wenn man über manche Dinge zu lange nachdenkt, wird man wahnsinnig. Unser staatliches und gesellschaftliches System und die damit verquickte Bürokratie ist längst an einem Punkt angelangt, der mich an „Asterix in Rom“ erinnert. Dort kommt ein „Haus, das Verrückte macht“, vor. Das ist sicher nicht nur allen Asterix-Lateinern ein Begriff. Hier wird der bürokratische Wahnsinn süffisant dargestellt. Anschaulicher und unterhaltsamer geht's nicht. In der Realität ist das, was dort zum Lachen ist, freilich zum Weinen und wirklich zum Wahnsinnigwerden. Irgendwann scheint auch den Römern ihr gesunder Hausverstand abhandengekommen zu sein. Gepaart mit der sich dazugesellenden Dekadenz der vermeintlich Überlegenen, war der Untergang des Römischen Reichs besiegelt.

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