08.03.2017, 17:26 Uhr

Meinung: ÖVP besinnt sich ihrer Wurzeln

In der ÖVP macht sich ein neues Selbstbewusstsein breit. Nach Jahren einer Wischiwaschi-Philosophie, mit der ein ungeheurer Personalverschleiß einherging und mit der viele bürgerlich-konservative Wähler immer weniger am Hut hatten, zeigt die ÖVP nun wieder viel deutlicher Flagge und formuliert in klaren Worten ihre Standpunkte und die damit verbundenen Ziele. Getrieben wird sie dabei ebenso wie die Sozialdemokraten von den Freiheitlichen, die das Ohr ganz nah bei den Bürgern haben und den Leuten quasi aufs Maul schauen. Als gelernte Oppositionspolitiker haben die Freiheitlichen durch ihr konsequentes und bisweilen aggressives Auftreten in vielen Bereichen die Themenführerschaft an sich gerissen und damit bei Wahlen gepunktet. Die Regierungsparteien reagierten darauf mit einer Art Schockstarre, aus der sie nun erwacht zu sein scheinen. Sowohl SPÖ-Kanzler Kern als auch der kluge und selbstbewusste Außenminister Sebastian Kurz, neuer Polit-Star der ÖVP-Riege, und mit ihm Innenminister Wolfgang Sobotka, die neben Vizekanzler Reinhold Mitterlehner längst den Ton in einer ÖVP angeben, die „back to the roots“ neue Stärke zeigt.
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