08.09.2016, 09:30 Uhr

Mit Elan beim Schneetraining

Nicole Schmidhofer ist mit viel Zuversicht und schmerzfreiem Knie zum ÖSV-Speedtraining nach Chile geflogen. (Foto: KK)

Nicole Schmidhofer ist nach geglückter Reha mit dem ÖSV-Speedteam zum Trainingslager nach Chile gereist.

LACHTAL. Am 1. September ist die Weltcupgruppe der Abfahrerinnen und Super-G-Läuferinnen des Österr. Skiverbandes zum Trainingsaufenthalt in La Parva (Chile) abgereist.

Erfreulicherweise konnte auch Nici Schmidhofer, die sich im Jänner in Cortina d`Ampezzo eine schwere Knieverletzung zugezogen hatte, den Langstreckenflug in Richtung Südamerika antreten und ist zuversichtlich, dass auch die nächste Etappe auf dem Weg zurück in den Weltcupzirkus erfolgreich verläuft.


Erste Schwünge auf Schnee


Nach harten Trainingseinheiten in den letzten sieben Monaten konnte die Lachtalerin Mitte August erstmals wieder ihre Skier anschnallen und die ersten Schwünge auf Schnee ziehen.

Die 27-Jährige ist dementsprechend glücklich und ist daher auch mit Optimismus in Richtung Übersee aufgebrochen:

„Schon auf der Heimreise aus Cortina habe ich mir zum Ziel gesetzt, am 1. September, wenn die Mannschaft nach Chile fliegt, dabei zu sein. Das ist mir jetzt geglückt, ich bin super happy.

Die ersten Tage auf Schnee waren gut, das Knie fühlt sich sehr gut an, jetzt können wir so weitermachen.“

Reha-Plan war perfekt


Jedenfalls ist der Reha-Plan in Zusammenarbeit mit Ärzten und Physiotherapeuten bisher perfekt aufgegangen, Schmidhofer kann stolz sein, dass sie sich körperlich langsam, aber sicher wieder in Richtung Weltspitze entwickelt.

Erfreulich ist für die sympathische Speedlady auch das bereits schmerzfreie Knie: „Gott sei Dank, das ist ein gutes Zeichen.

Ein wenig Probleme macht noch die Muskulatur, die auf der Oberschenkelinnenseite noch etwas schwach und nicht so schnellkräftig ist.

Dadurch gibt es noch Probleme bei Wellen und unruhigen Pisten, aber je mehr man Ski fährt umso besser wird es. Das sollte ich aber bis nach Chile im Griff haben.“

In Chile gilt es für Schmidhofer jedenfalls den nächsten Schritt zu machen und sich in Richtung Speeddisziplinen zu bewegen:

„Damit ich mich wieder an den Speed gewöhne, werde ich in Chile zunächst auf eher leichterem Gelände Kurven bei weiten Torabständen fahren. Es gibt eine sehr kompakte Piste mit Winterverhältnissen, was besser ist als auf den Gletschern, weil es schon mehr den Rennen im Winter ähnelt.

Das große Ziel wäre jedenfalls in der letzten Chile-Woche Abfahrt zu fahren, es zumindest über die kleinen Sprünge zu wagen und einige Abfahrtskilometer zusammenzubringen.“

Keinen Rückschlag riskieren


In dieser Phase auf dem Weg zurück gilt es aber für die ÖSV-Nationalteamläuferin, ihr verletztes Knie auch zu hegen und zu pflegen und nicht durch Überehrgeiz einen Rückschlag auf dem Weg zurück zu riskieren.

Daher wird der Trainingsumfang im Vergleich zu ihren ÖSV-Teamkolleginnen, angeführt von den Steirer-Girls Cornelia Hütter, Tamara Tippler, „Lizz“ Görgl sowie der „Krakauer Rennhenn“ Ramona Siebenhofer nicht so groß sein.

Jedenfalls hat sich „Nici“, wie schon in den letzten sieben Monaten, auf dem Weg zurück einen speziellen Trainingsplan zurechtgelegt, welchen sie in den nächsten drei Wochen in Chile penibel einhalten wird.

Darüber hinaus denkt das Skibezirk IV-Oberes Murtal Skisportaushängeschild noch nicht: „Für mich ist es jetzt wichtig, dass die drei Wochen gut verlaufen, dass mein Knie die Belastungen gut verkraftet und aushält.



Zuversichtlich für den Saisonstart


Wenn jetzt alles gut läuft, wird auch im Herbst nicht mehr viel dazwischenkommen und dann sollte es sich mit dem Saisonstart in Lake Louise (Kanada) Anfang Dezember sehr gut ausgehen.“
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