14.02.2018, 13:43 Uhr

Olympia-Bewegung nimmt Fahrt auf

Der Kreischberg geht ins Rennen und ist als Sportstätte erprobt. Foto: GEPA pictures/Kelemen

Murauer machen Stimmung für Bewerbung - neue Austragungsorte werden auch im Murtal ins Spiel gebracht.

MURAU. „Vorteile und Zukunftsperspektiven“ für die Region sehen die politischen Entscheidungsträger in Murau in der steirischen Kandidatur für die Olympischen Spiele 2026. Aus einer Presseaussendung der ÖVP Murau geht hervor, dass dieses Konzept bei den Bürgermeistern des Bezirkes auf große Zustimmung stoßen würde.

In der Auslage

Wie berichtet haben Graz und Schladming das Heft in die Hand genommen. Die beiden Leitgemeinden wollen die Spiele in die Steiermark holen. Das Konzept sieht eine Aufteilung der Sportstätten auf WM- und Weltcup-erprobte Orte im ganzen Land vor. Der Kreischberg ist diesbezüglich als Austragungsort für Bewerbe der Snowboarder und Schi-Freestyler vorgesehen. Aus Sicht der Volkspartei würde die Tourismusregion Murau international in der Auslage stehen. Angenehmer Nebeneffekt: Die für die Doppel-WM 2015 errichteten Sportstätten würden sinnvoll nachgenutzt werden. Außerdem hofft man auf Infrastrukturprojekte.

Positive Impulse

„Ich sehe die Diskussion durchaus positiv“, sagt Bürgermeister Thomas Kalcher. Eine fundierte wirtschaftliche Kalkulation sei allerdings Voraussetzung für eine Bewerbung. An einem entsprechenden Konzept wird derzeit gearbeitet, eine Absichtserklärung müsste bis Ende März beim Olympischen Komitee eingehen. „Sportliche Großereignisse können viele positive Impulse für die Wirtschaft der Region bringen. Ob die Idee finanziell umsetzbar ist, wird man prüfen“, sagt VP-Landtagsabgeordnete Manuela Khom.

Mögliche Olympia-Stätten

Unterdessen kommt Unterstützung aus Judenburg: Wirtschaftsbund-Obmann Norbert Steinwidder fordert: „Die Region muss die Chance Olympia nutzen.“ Gleichzeitig bringt er weitere mögliche Austragungsorte ins Spiel. Die Winterleiten wäre für die Naturbahnrodler eine Option - diese bemühen sich derzeit um die Aufnahme bei den Spielen 2022. Außerdem führt der Wirtschaftsbund Zeltweg für die Eishockey-Bewerbe an. Das mag auf den ersten Blick abwegig erscheinen, ist es allerdings nicht. Zeltweg war schon beim ersten steirischen Olympia-Versuch im Jahr 1994 als Austragungsort vorgesehen. Auch das Lachtal könnte bei Spielen in der Steiermark zum Zug kommen. Die Kreischberg-Partner wären wieder für etwaige Snowboard-Veranstaltungen zur Stelle.

Bewegung im Netz

Trotz heftiger Gegenwehr von den Grünen und der KPÖ wurde die Olympia-Bewegung nun auch ins Netz gehievt. Seit Mittwoch ist eine Website online, auf der Unterstützter für die Spiele in der Steiermark gesucht werden. Alle Infos gibt es hier
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Gerhard Heising aus Stubai-Wipptal | 17.02.2018 | 09:41   Melden
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