10.03.2017, 11:33 Uhr

Gemeinsam gegen die Arbeitslosigkeit

Informierten über den Qualifizierungsverbund: Klaus Rainer, Claudia Schenner-Klivinyi sowie die AMS-Vertreter Harald Reiter, Günter Kaltenbacher und Robert Kalbschedl (von rechts). (Foto: Waldhuber)
Autor: Heinz Waldhuber



Im „Qualifizierungsverbund“ will man gemeinsam gegen die Arbeitslosigkeit kämpfen.

JUDENBURG. Die Zahl der Arbeitslosen geht in den obersteirischen Bezirken zwar zurück, doch die Problemgruppe der über 50- und 60-Jährigen stellt die Arbeitsvermittler nach wie vor vor große Herausforderungen, so die AMS-Vertreter von Murau, Judenburg und Knittelfeld in einem am vergangenen Freitag abgehaltenen Pressegespräch, bei dem die Einrichtung eines Qualifizierungsverbundes vorgestellt wurde. Unternehmen aus den Bezirken Murtal und Murau setzen dabei gemeinsam auf die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.
„Bei diesem Qualifizierungsverbund schließen sich Betriebe zusammen und schulen ihre Mitarbeiter gemeinsam“, so Claudia Schenner-Klivinyi von der mit der Durchführung beauftragten Agentur „alea+partner“. Diese Schulungen werden speziell auf die Bedürfnisse der Unternehmen zugeschnitten und umfassen die vielfältigsten Bereiche. Das beginnt bei Sprachen, Management-Basiskursen und reicht bis zu konkreten Berufsausbildungen und dem Training von Führungskräften.
Ins Leben gerufen wurde dieser Verbund, der über eine Zeitdauer von sechs Monaten läuft und im kommenden Juni seinen Abschluss findet, von der „Industrie- und Wirtschafts-entwicklung Murtal Murau GmbH“ (Kraft. Das Murtal), die auch Unternehmen die Chance zur Mitwirkung bietet, welche nicht Teil des Kraft-Verbundes sind. „Wir sind gleichsam Vermittler in der Qualifizierung der Mitarbeiter, denen so die Möglichkeit geboten wird, länger in einem Unternehmen tätig zu sein“, so Kraft-Sprecher Klaus Rainer.
Derzeit nutzen 120 Personen diese Möglichkeit des Qualifizierungsverbundes, an dem folgende Unternehmen beteiligt sind: Brauerei Murau, e2 engineering GmbH, Druckerei Gutenberghaus, GTW Gastronomietechnik Weilharter, Lebenshilfe Judenburg, Lebenshilfe Murau, Schaffer Holz sowie SKF Sealing Solutions. Das Fördervolumen macht rund 70.000 Euro aus und stellt damit den Qualifizierungsverbund Murtal als den zweitgrößten in der Steiermark heraus.
„Wenn es Unternehmen gibt, die an einem Folgeverbund interessiert sind, können sie sich beim Arbeitsmarktservice melden“, so der Judenburger AMS-Chef Günter Kaltenbacher, der sich gemeinsam mit seinen Kollegen von Knittelfeld und Murau, Robert Kalbschedl und Harald Reiter um die Umsetzung dieser Initiative bemüht.
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