21.12.2017, 15:44 Uhr

Werden Menschen "digitalisiert"?

Weihnachten sollte eine Zeit der Ruhe und Besinnung sein. Eine Zeit des Innehaltens und des Nachdenkens. Stattdessen hetzen die meisten stressgeplagt durch die Gegend und wissen oft selbst nicht mehr, wo hinten und wo vorne ist. Überall wird dem digitalen Fortschritt gehuldigt. Er wird offenbar mehr und mehr zum Maß aller Dinge. Ethische Grenzen werden immer mehr ausgedehnt. Man denkt bereits ernsthaft daran, Menschen Datenchips zu implantieren. Die Datenkraken gewinnen mehr und mehr Kontrolle über alle Arbeits- und Lebensbereiche. Die Ahnungslosigkeit der meisten Menschen wird beinhart ausgenützt. Was im Alltag so praktisch, spielerisch und fortschrittlich wirkt, bringt uns in eine Bredouille, aus der es schon in naher Zukunft kein Entrinnen mehr geben wird. Zu negativ gedacht, denken Sie? Mag sein, dass ich mich mit diesen Dingen viel kritischer auseinandersetze als die meisten Menschen, die ahnungslos in die digitale Falle treten. Den digitalen Datensammlern spielt das natürlich in die Hände. Egal, welches elektronische Werk- oder Spielzeug im beruflichen und privaten Bereich verwendet wird. Alles läuft letztendlich darauf hinaus, uns digital auszuhorchen, zu entmündigen oder zumindest zu manipulieren. Der gläserne Mensch wird mehr und mehr zur Realität, wenn wir uns nicht rechtzeitig die Frage stellen, ob das wirklich so erstrebenswert ist. Wir sind drauf und dran, unsere letzten Rückzugsgebiete der Ruhe zu verlieren und helfen dabei wissentlich oder unwissentlich mit.  - „Alexa“, die Gesellschafterin aus der Dose, lässt grüßen!
Besinnliche Weihnachten!
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