15. Jänner 2018: Hässliche Worte, schöne Gedanken

Andrea Hörtenhuber, stellvertretende Chefredakteurin der bz-Wiener Bezirkszeitung.
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NEUBAU. Wissen Sie noch, was am 3. Dezember vergangenen Jahres war? Nicht? Stichwort Inklusion? Klingelt da was bei Ihnen? Nein? Also: Der 3. Dezember 2017 war offizieller Tag der Menschen mit Behinderung. Eines vorab: Ich bin ja keine große Freundin des Ausdrucks "Inklusion" – viel zu sperrig, meiner Meinung nach.

Aber so hässlich das Wort, so schön ist der Gedanke dahinter. Inklusion heißt, Barrieren abzubauen: physische wie Rampen oder Kanten, aber auch jene in den Köpfen. Es braucht Orte, wo sich behinderte und nicht behinderte Kinder treffen, wo sie gemeinsam miteinander spielen können.

Aber hier hakt es derzeit noch ordentlich: Wien hat insgesamt rund 700 Spielplätze. Aber auf nur neun davon gibt’s spezielle Angebote für die etwa 10.000 in der Stadt lebenden Kinder oder Jugendliche mit körperlicher oder geistiger Behinderung. Zu finden sind diese Spielplätze in den Bezirken 1, 2, 6, 9, 10, 12, 22 und 23 – am Neubau herrscht diesbezüglich noch Fehlanzeige.

Das könnte sich aber bald ändern: Mindestens ein behindertengerechtes Spielgerät will man im siebten Bezirk in den nächsten Monaten aufstellen. Behinderte Kinder sollen damit eigenständig spielen können – gemeinsam mit nicht behinderten Kindern. Erste Gespräche diesbezüglich wurden bereits geführt. Bleibt also zu hoffen, dass man den schönen Gedanken der Inklusion nicht nur verinnerlicht, sondern auch tatsächlich in die Tat umsetzt. Und das nicht nur am 3. Dezember.

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