Behindertengerechtes Spielgerät für Neubau gefordert

Im zweiten Bezirk gibt es bereits eine behindertengerechte Drehscheibe zum Spielen von der Firma Moser.
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  • Im zweiten Bezirk gibt es bereits eine behindertengerechte Drehscheibe zum Spielen von der Firma Moser.
  • Foto: Moser Spielgeräte
  • hochgeladen von Andrea Hörtenhuber

NEUBAU. Spielerisch leicht die Welt entdecken: Was für viele Kinder selbstverständlich ist, wird für jene mit Behinderung häufig zum Stolperstein. Besonders deutlich wird dies auf Spielplätzen – das zeigen auch die harten Fakten. Rund 700 Spielplätze gibt es aktuell in der Stadt. Nur neun davon haben ein spezielles Angebot für die etwa 10.000 in Wien lebenden Kinder oder Jugendliche mit körperlicher oder geistiger Behinderung. Zu finden sind diese Spielplätze in den Bezirken 1, 2, 6, 9, 10, 12, 22 und 23 – am Neubau herrscht diesbezüglich Fehlanzeige.

Das könnte sich jedoch bald ändern: Auf Initiative der ÖVP hin soll ein Spielgerät, speziell entwickelt für Behinderte, aufgestellt werden. "Unser Antrag wurde von allen Parteien in der Bezirksentwicklungskommission angenommen. Auch die ersten Gespräche mit dem Bezirk sind positiv verlaufen", so Obfrau Christina Schlosser.

5.000 Euro Spende

Als Standort wünscht sich Schlosser den Weghuberpark an der Grenze zum ersten und achten Bezirk: "Die Balancierbalken dort waren morsch und mussten entfernt werden. Der Platz wäre also frei." Was noch für den Weghuberpark spricht: der feste Untergrund, der vor allem für Rollstuhlfahrer wichtig ist, um selbstständig fahren zu können. "Und es sind viele Kindergärten und Schulen in der Nähe", ergänzt Schlosser. Eine Standort-Alternative wäre der Karl-Farkas-Park in der Burggasse.

Finanziert wird das Spielgerät vom gemeinnützigen Verein "Teddy Schwarzohr", der sich für chronisch kranke und durch Schicksalsschläge benachteiligte Kinder einsetzt: 5.000 Euro werden dafür zur Verfügung gestellt. "Das Spielgerät soll zwar für behinderte Kinder sein, aber auch Kindern ohne Behinderungen Spaß machen. Uns geht es um das Miteinander am Spielplatz", so Vorstandsmitglied Michael Mayr. Ein Wörtchen mitzureden, welches Spielgerät angeschafft wird, hat auch die für Spielplätze zuständige MA 42 (Stadtgärten): Diese haftet nämlich. Für die Wartung kommt der Bezirk selbst auf.

Gespräche im Jänner

Auch Bezirksvorsteher Markus Reiter (Grüne) sichert dem Projekt vollste Unterstützung zu: „Ich bin für die raschestmögliche Umsetzung und freue mich auf die nächsten Gespräche diesbezüglich."

Gemeinsam mit der MA 42 wird man sich noch im Jänner beraten: "Da wird sich dann entscheiden, wo welches Gerät aufgestellt wird", so Schlosser. "Unser Ziel ist es jedenfalls, dass schon im Frühjahr Kinder mit und ohne Behinderung im Weghuberpark gemeinsam spielen können."

Im zweiten Bezirk gibt es bereits eine behindertengerechte Drehscheibe zum Spielen von der Firma Moser.
Christina Schlosser (ÖVP) will den Weghuberpark als Standort.

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