Suche nach neuer Route
Bus 13A - Der Druck auf Neubau wächst

Stein des Anstoßes für die Diskussion: die geplante doppelte Route durch die Neubaugasse. Vom siebten Bezirk gab’s ein Veto.
  • Stein des Anstoßes für die Diskussion: die geplante doppelte Route durch die Neubaugasse. Vom siebten Bezirk gab’s ein Veto.
  • Foto: Wr. Linien/Scala Mata
  • hochgeladen von Andrea Peetz

Wo soll der Bus 13A während des U-Bahn-Baus fahren? Die Nachbarbezirke Neubaus formieren sich, um für eine Lösung Druck zu machen.

MARIAHILF/ NEUBAU/ JOSEFSTADT. Es scheint so, als wäre Markus Reiter allein auf weiter Flur. Bei der Diskussion um die neue 13A-Route ist Neubaus Grüner Bezirksvorsteher nämlich derzeit ein Einzelkämpfer. Eine breite Front aus den Bezirken 4, 5, 6, 8 und 9, zwei Bürgerinitiativen und vier Neubauer Parteien hat Reiter gegen sich.

Der Grund? Ursprünglich wollten die Wiener Linien den 13A in beiden Richtungen durch die Neubaugasse führen. Eine Absage gab’s dafür von Reiter, der für die Stiftgasse plädierte. Daraufhin wurde mit der Teilung der Bus-Linie gedroht – ein Worst-Case-Szenario, das niemand wirklich will.
Im siebten Bezirk – sprich SPÖ, ÖVP, FPÖ und Neos – hat man sich nun auf eine neue Variante verständigt: eine "Mini-Teilung".

Bis zum Café Ritter an der Mariahilfer Straße wird der 13A in normal großen Bussen geführt. Dort sollen Fahrgäste in kleinere Busse umsteigen – die Haltestelle ist derzeit beim Kaffeehaus in der Amerlingstraße geplant. Die Route würde über die Schadek- und Nelkengasse, gegen die Einbahn durch die Zoller- und weiter durch die Mondscheingasse nach Norden führen. "Viele Schanigärten könnten bleiben, die Bauarbeiten halten sich im Gegensatz zur Stiftgasse im Rahmen. Die Zollergasse ist die einzige Lösung", plädiert SPÖ-Bezirksvize Gallus Vögel.

Der Druck wird jedenfalls zusehends mehr: SPÖ, ÖVP, FPÖ und Neos haben gemeinsam ein E-Mail an Reiter verfasst, in dem sie für die Zollergasse plädieren. Auch ein extra angesetztes Treffen von Reiter mit den Neubauer Parteiobleuten gab es.

Runder Tisch gefordert

"Es gibt keine Ersatzroute, die ohne Zugeständnisse realisiert werden kann. Ein Kompromiss muss aber möglich sein", plädiert Mariahilfs Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (SPÖ). Er fordert Reiter auf, "seine ablehnende Haltung rasch zu überdenken und – als Kompromiss zur Verhinderung der Teilung – der Variante durch die Zollergasse zuzustimmen."

Die Josefstädter Bezirkschefin Veronika Mickel-Göttfert (ÖVP) findet einen runden Tisch angemessen: "Jemanden an den Pranger zu stellen, halte ich für die falsche Vorgehensweise. Jetzt gilt es, gemeinsam mit den Kollegen eine Lösung zu finden." Gerade jetzt, wo man Öffis attraktiver gestaltet und wirbt, wäre eine Teilung unverantwortlich. "Die Teilung will ja in Wirklichkeit keiner haben", sagt Mickel-Göttfert.

Neben der Politik haben sich auch Bürger-Initiativen an Reiter gewandt: Die Neubauer „Ja zum 13A" sowie Anrainer der Mariahilfer Capistrangasse sprechen sich für die Zollergasse aus.

Treffen im November

Einlenken will Reiter nicht. Stattdessen fordert er "mehr Gelassenheit" angesichts der möglichen Linien-Teilung: "Ich plädiere weiter für eine Lösung, die den Bezirk am wenigsten belastet. Man muss sich alle Varianten anschauen." Davon, eine Entscheidung zu treffen, sei man aber weit entfernt, so Reiter. "Auch bei der Zollergasse gilt es, einige Herausforderungen zu meistern." Welche genau, dazu will sich Reiter nicht äußern – auch nicht dazu, wie die Stimmung beim Treffen mit den anderen Parteien gewesen sei.

Ähnlich kryptisch gibt man sich bei den Wiener Linien: Es sei ein laufender Abstimmungsprozess, an "öffentlichen Diskussionen" wolle man sich nicht beteiligen. Wie lange diese noch dauern, ist wohl offen. Das nächste Treffen soll laut Reiter jedenfalls am 7. November statt finden – allerdings ohne die zuständigen Stadträtinnen Ulli Sima (SPÖ) und Maria Vassilakou (Grüne). Von einer Lösung ist man also wohl tatsächlich noch weit entfernt.

Ihre Meinung zählt!

Was sagen Sie zum 13A? Kommentieren Sie direkt unter den Artikel oder schicken Sie Leserbriefe per Mail an neubau.red@bezirkszeitung.at oder per Post an bz Neubau, Weyringergasse 35/3, 1040 Wien.

Newsletter Anmeldung!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Aktuell

Riesenrad 1+1 Aktion

Anzeige
7 2

1+1 gratis Ticketaktion für das Wiener Riesenrad

Wann sind Sie das letzte Mal mit dem Wiener Riesenrad gefahren? Wie wäre es mit einer romantischen Riesenradfahrt oder einem Familienausflug? Machen Sie jetzt eine einzigartige Fahrt mit dem Wahrzeichen Wiens! Die bz schenkt Ihnen zu jedem gekauften Riesenrad-Ticket ein weiteres Ticket GRATIS dazu! Einfach online mit dem Rabattcode WRR-BEZIRKSZEITUNG buchen oder beim Kauf an der Riesenrad-Kassa eine Ausgabe der bz vorzeigen. Die Aktion ist gültig bis 31.12.2020

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen