Neue Idee für den Verkehr beim Westbahnhof
Fahren die Autos bald im Tunnel unter dem Gürtel?

FPÖ-Chef Vincent Holzleitner wünscht sich einen Gürtel-Tunnel zwischen Mariahilfer Straße und Stollgasse.
  • FPÖ-Chef Vincent Holzleitner wünscht sich einen Gürtel-Tunnel zwischen Mariahilfer Straße und Stollgasse.
  • Foto: FPÖ Neubau
  • hochgeladen von Andrea Hörtenhuber

Ab mit den Autos unter den Gürtel für mehr Grün statt Grau: Die FPÖ Neubau fordert einen Tunnel in den U6-Hohlräumen beim Westbahnhof.

NEUBAU. Großes hat die FPÖ Neubau mit dem Westbahnhof-Grätzel vor: Die Blauen im Siebten wollen dort nämlich den Gürtel untertunneln, um den Verkehr verschwinden zu lassen.

Nutzen will man dafür Hohlräume parallel zur U6 beim Bahnhof: "Ich gehe davon aus, dass eine Untertunnelung zwischen Mariahilfer Straße und Stollgasse – vielleicht aber auch darüber hinaus – möglich sein sollte", so Klubchef Vincent Holzleitner.

Mehr Platz für Radler und Fußgeher

Zugegeben – neu ist die Idee nicht: Die FPÖ hat schon vor Jahren die Untertunnelung gefordert. Laut Holzleitner hätten sich die Voraussetzungen dafür mittlerweile jedoch verbessert: "Es gibt weniger Abbieger und Querungen Richtung Mariahilfer Straße. Die Abbieger stellen normalerweise ein Problem bei Tunnelvarianten dar, weil ja dann erst wieder viel Verkehr an der Oberfläche bleibt."

Holzleitner denkt auch über die Bezirksgrenzen hinaus – nämlich an den Nachbarn Rudolfsheim: "Unser Projekt wäre eine optimale Fußgänger-Verbindung zwischen innerer und äußerer Mahü sowie BahnhofCity und neuem Ikea." Ebenfalls auf der Wunschliste: neue Radwege, mehr Platz für Grün und Fußgänger sowie breitere Parkstreifen.

Am Neubau wurde der Antrag für die Untertunnelung in der vergangenen Bezirksvertretungssitzung der Mobilitätskommission zugewiesen; in Rudolfsheim will man laut Holzleitner in der nächsten Sitzung am 6. Juni ebenfalls einen Antrag stellen.

Geplant vor 28 Jahren

Die Hohlräume parallel zur U6-Station für den Verkehr zu nutzen, ist übrigens gar nicht mal so abwegig: Entstanden sind diese nämlich schon während des Baus der Station 1990, um eine mögliche Unterfahrung der Kreuzung Mariahilfer Straße und innerer beziehungweise äußerer Gürtel zu ermöglichen. Passiert ist das jedoch bisher nie.

Laut Auskunft der zuständigen MA 29 (Brücken- und Grundbau) gibt es derzeit auch keine Überlegungen seitens der Stadt dazu. Die Zuständigkeit für die Räume liegt bei den Wiener Linien. Diese nutzen einige der Räume als Lager – eine andere Verwendung ist dort ebenfalls kein Thema.

Bezirkschef Markus Reiter (Grüne) will sich davon jedoch nicht entmutigen lassen: "Wir sind alle sehr gespannt, mehr über den tatsächlichen Status quo und den Zustand der Röhren zu erfahren. Genaueres können wir aus derzeitiger Sicht leider noch nicht sagen – dazu benötigen wir eben mehr Fakten und die eruieren wir gerade."

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