Halteverbot statt Parkplätze in der Fassziehergasse

Wo bis vor Kurzem noch Autos parkten, steht heute ein Halteverbotsschild. Hier mit FPÖ-Klubobmann Holzleitner.
  • Wo bis vor Kurzem noch Autos parkten, steht heute ein Halteverbotsschild. Hier mit FPÖ-Klubobmann Holzleitner.
  • Foto: FPÖ Neubau
  • hochgeladen von Maria-Theresia Klenner

NEUBAU. Die Anrainer in der Faßziehergasse wunderten sich ordentlich, als vor drei Wochen plötzlich die Parkplätze vor ihren Haustüren fehlten. "Eine ganze Parkspur wurde entfernt, da die Straße angeblich nicht breit genug war," so Vincent Holzleitner, Klubobmann der FPÖ Neubau. Auf ihn seien nämlich mehrere Anwohner zugegangen, die von der geplanten Änderung selbst nicht viel wussten.

Die Faßziehergasse, die zwischen Burg- und Neustiftgasse liegt, wäre zuvor sehr schmal gewesen, weswegen Polizei und Feuerwehr die Lage schon länger beobachtetet hätten, heißt es seitens des Bezirks. Für eine reibungslose Durchfahrt der Einsatzfahrzeuge muss nämlich eine sogenannte "Restfahrbahnbreite" von 3,50 Meter gegeben sein. Bei beidseitigem Parken war dies jedoch nicht immer der Fall gewesen.
Bereits im April dieses Jahres prüfte die MA 68 – Feuerwehr und Katastrophenschutz – die Lage vor Ort und erkannte Handlungsbedarf. Darüber informiert wurden jedoch nur wenige. Ganz im Gegenteil: In der Woche von 2. bis 9. Juli setzte die zuständige Magistratsabteilung das Vorhaben einfach um. Auch Bezirksvorsteher Markus Reiter wusste nichts von der plötzlichen Änderung: "Der Bezirk wurde nicht von der MA 68 darüber informiert."

Antrag für einseitiges Schrägparken

Nicht nur die weggefallenen Parkplätze wären ein Problem, so Holzleitner. Auch die Geschwindigkeit mit der nun Autofahrer auf der breiter gewordenen Pflastersteinstraße vorbeifahren, störe die Anrainer. Die FPÖ Neubau werde, laut ihm, auf jeden Fall reagieren und einen Antrag für einseitiges Schrägparken stellen. Auch die Bezirksvorstehung hat sich eingeschalten und ein Anrainergespräch initiiert. "Wir werden auf alle Fälle gemeinsam mit den Anrainern entscheiden, welche Lösungen es für eine Umgestaltung gibt – breitere Gehsteige beispielsweise," so Reiter. Aber auch er hätte schon öfters den Wunsch gehört, das Durchrasen der Autofahrer zu unterbinden. Es wäre schlicht zu laut.

Seitens der MA 68 heißt es, dass sie prinzipiell immer möglichst wenig Platz in Anspruch nehmen würde. Zudem wolle niemand jemanden Parkplätze wegnehmen, sondern lediglich eine reibungslose Zufahrt zu den Häusern gewährleisten. Die Sicherheit gehe stets voran.

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