Ein Herz für Mensch und Tier
Haus St. Josef sucht dringend Spenden

<f>Hund Dani</f> ist für Alfred Franck nicht wegzudenken.
2Bilder
  • <f>Hund Dani</f> ist für Alfred Franck nicht wegzudenken.
  • hochgeladen von Naz Kücüktekin

Das Haus St. Josef bietet wohnungslosen Menschen und ihren Vierbeinern ein Zuhause auf Zeit.

NEUBAU. Es geht viel schneller, als man wahrscheinlich denkt: ein Leben auf der Straße. Für viele beginnt es schon mit dem Verlust des Jobs. Man kann die Miete nicht mehr zahlen, die Existenzgrundlage zu halten wird immer schwieriger. Ein schleichender Prozess, der zu Wohnungslosigkeit führt. Ein Leben in dem man nicht viel hat, außer sich selbst. Und vielleicht einen Vierbeiner. Die Wiener Tafel schätzt die Anzahl von Menschen ohne Obdach in Wien auf circa 8.000.

Ihre Tiere sind oft der einzige Halt, den die Obdachlosen noch haben. Die Vierbeiner sind aber ein Grund, auch weiter auf der Straße leben zu wollen. Denn viele Unterkünfte sind nicht tierfreundlich. Das Haus St. Josef in der Bernardgasse 27 ist eine der Ausnahmen. In dem Übergangswohnhaus der Caritas sind nämlich Haustiere wilkommen.

Jessie gibt Halt

Claudia Kurz wohnt seit fast einem Jahr im Haus St. Josef. Nach einer Knochenkrebs-Diagnose und den damit verbundenen Krankenständen, verlor sie ihren Job als Köchin und Kellnerin – und später auch ihre Wohnung. Zweieinhalb Jahre lebte sie auf der Straße. Auch auch wegen Hündin Jessie solange Zeit. "Viele wollen Hunde nicht. Aber man gibt doch nicht das Liebste weg. Wir haben viel zusammen durchgemacht," so die 49-Jährige.

Alfred Franck teilt ein ähnliches Schicksal. Nachdem er und seine Frau ihre Jobs verloren und sich ihre Wohnung nicht mehr leisten konnten, landeten sie auf der Straße – samt Hund Dani. "Weggegeben hätten wir ihn aber nie. Dani ist wie ein Familienmitglied für uns", erzählt der 51-Jährige. Seit drei Monaten teilen sich die drei nun ein Apartment im Haus St. Josef. "Wir haben echt Glück hier wohnen zu dürfen", sagt Franck.

Spenden notwendig

Bis zu zwei Jahre können Wohnungslose in dem Übergangswohnhaus wohnen. 41 Menschen, aufgeteilt in Einzelzimmer und Apartments für Paare, haben im Haus St. Josef Platz. Laut Leiterin Anita Scherzer leben derzeit auch 27 Hunde und sieben Katzen im Haus.

Finanziert wird das Haus St. Josef über Spenden, sowohl Sach- als auch Geldspenden. "Derzeit mangelt es uns besonders an Hundenassfutter, besonders auch getreidefreies Futter, da einige Hunde Allergien haben", erzählt Scherzer. Ein perfekter Anlass also, um in der Weihnachtszeit etwas Gutes zu tun.

Sachspenden können einfach ins Haus (7., Bernardgasse 27) vorbeigebracht werden. Geldspenden an das Konto AT47 2011 1890 8900 0000 mit "Haus St. Josef" als Verwendungszweck überweisen. Weitere Infos: 01/522 31 71.

&lt;f&gt;Hund Dani&lt;/f&gt; ist für Alfred Franck nicht wegzudenken.
&lt;f&gt;"Wir sind wie eine große WG"&lt;/f&gt;, so Leiterin Anita Scherzer.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen