Bezirksvorsteher Markus Reiter im bz-Interview
"Neubau ist ein Vorbild für ganz Wien"

Für Bezirksvorsteher Markus Reiter (Grüne) ist klar: "Wir machen Projekte am Neubau, die sich andere nicht trauen."
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  • Foto: Markus Spitzauer
  • hochgeladen von Andrea Peetz

Der Neue ist der Alte: Markus Reiter (Grüne) wurde als Bezirksvorsteher von Neubau durch die Wien-Wahl 2020 bestätigt. Die bz hat ihn zum großen Interview gebeten.

NEUBAU. Über Döner-Müll, Fahrverbote und wo ihn das Rathaus gerade ein bisschen im Stich lässt: Neubau-Chef Markus Reiter stand der bz nach der Wien-Wahl 2020 Rede und Antwort.

Im Amt bestätigt – und das mit einem Plus von fast vier Prozent: Wie fühlen Sie sich?
Ich bin überwältigt von diesem Vertrauen. Wir müssen jetzt in der Corona-Krise zusammenhalten und ich bin froh, dass wir diesen Weg gemeinsam weitergehen können.

Ihr Vorgänger Thomas Blimlinger schaffte 2010 satte 45,4 Prozent, das beste Ergebnis der Bezirks-Grünen. Sie haben 44,91 Prozent – ärgert es Sie, den Rekord verfehlt zu haben?
Nein, ich bin da sehr demütig. Das Vertrauen in mich gibt mir die Kraft, die mutigen Projekten, die wir begonnen haben, weiterzuführen.

Im bz-Antrittsinterview 2017 haben Sie gesagt: „Ich bin ein Macher“ – ist Ihnen das „Machen“ am Neubau gelungen?
Ja, ich glaube, dass ich schon für das aktive Gestalten für die Zukunft stehe und nicht auf Wahlergebnisse schiele. Ich kämpfe für unsere Zukunft und da ist mir viel gelungen – etwa im Sophienspital oder beim 13A in der neuen Begegnungszone Neubaugasse.

Was hätten Sie – rückblickend – besser machen können?
Den Umbau der Zieglergasse: Ich hab den Masterplan für die Begrünung in Auftrag gegeben, wir mussten gleichzeitig losgelegen und dann sind immer wieder Hürden aufgetaucht.

Zum Beispiel?
Die Situation beim Berliner Döner hat uns überrascht: der neue Platz und gleichzeitig viel Müll, der liegen bleibt. Da hab ich Gott sei Dank noch rechtzeitig die Notbremse gezogen und im Frühjahr noch einmal eine Phase der Bürgerbeteiligung gemacht.

Wofür klopfen Sie sich auf die Schulter?
Dass die Veränderungen im Bezirk angenommen werden. Dass ich angesprochen werde auf der Straße mit „Wann kommen in meiner Gasse endlich Bäume?“. Das freut mich sehr.

Der U-Bahn-Bau wird Neubau zur Mega-Baustelle machen. Wie wollen Sie die Bürger in der Zeit bei der Stange halten?
Mit bestmöglicher Information, dass es keine Überraschungen gibt. Nur jetzt werden wir leider gerade ein bisschen von den Wiener Linien im Stich gelassen.

Inwiefern?
Wir wissen nicht, wann es weitergeht. Fix ist nur, dass der Bau heuer nicht mehr startet. Der nächstmögliche Termin wäre im Frühjahr, aber es fehlt hier die Bestätigung der Wiener Linien.

Was wird die größte Herausforderung für die Zukunft?
Unter anderem Umständen hätte ich gesagt der U-Bahn-Bau. Aber jetzt sicherlich die Auswirkungen der Corona-Krise zu bewältigen.

Welches Projekt packen Sie als nächstes an?
Die Zollergasse und den Nord-Teil der Neubaugasse. Außerdem starten wir die Weiterentwicklung der Kaiserstraße und planen mit Unterstützung aus dem nunmehr grünen Achten eine Temporeduktion auf der Lerchenfelder Straße.

Apropos Verkehr: Die City setzte auf ein Fahrverbot – will sich Neubau anhängen?
Langfristig gesehen müssen die Autos, die in den Bezirk reinfahren, weniger werden. Sonst geht sich das alles nicht aus, was wir gestalten wollen – ich sag’s jetzt, wie es ist. Aber wird werden sehen, ob es das Modell des ersten Bezirks wird oder ob uns was besseres einfällt.

Viel hängt da wohl von der Parkraum-Bewirtschaftung ab.
Das können wir nur gemeinsam mit der Stadt lösen. Parken ist für bezirksfremde Autos im öffentlichen Raum noch immer zu billig – und auch Samstag und Sonntag sollte man zahlen müssen.

Ihr größtes Ziel für die nächsten Jahre?

Dass wir dieses mutige Zusammenarbeiten weiter parteiübergreifend schaffen. Nur so können wir zeigen, wie wichtig Neubau für Wien ist.

Ist Neubau also ein Vorbild für ganz Wien?
Ich glaub schon. Das wird mir auch aus dem Rathaus und anderen Bezirken immer zugestanden, dass wir zukunftsweisende Projekte machen, die sich andere nicht trauen. Darauf kann man stolz sein.

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