Sicher Radfahren: Die besten Tipps für Wien

Gefahrenquelle: Oft teilen sich – so wie hier im 6. Bezirk – Radler und Autofahrer noch die Straßen.
  • Gefahrenquelle: Oft teilen sich – so wie hier im 6. Bezirk – Radler und Autofahrer noch die Straßen.
  • Foto: BV6
  • hochgeladen von Andrea Hörtenhuber

WIEN. Von Abbiegen bis Zurufen: Ein paar Dinge sollte man beim Radfahren in Wien beachten. Mit diesen Tipps der Radlobby kommen Sie sicher ans Ziel:

Mindestens 1,2 Meter Seitenabstand zum Gehsteig und zu parkenden Autos halten. So kann man abrupt geöffneten Türen noch ausweichen.

Vorausschauend fahren, Spur halten und Parklücken sowie Bushaltestellen nicht ausfahren.

Blickkontakt mit anderen Verkehrsteilnehmern suchen – vor allem an Kreuzungen. So wird man sicher gesehen. Und: rechtzeitig anzeigen, wenn man abbiegen oder die Spur wechseln möchte.

Schienen ruhig, aufrecht und im Winkel von mindestens 45 Grad queren – dann kann dort nichts passieren.

Vorsicht, toter Winkel: An Kreuzungen nie rechts neben oder unmittelbar vor einem Bus oder Lkw stehen. Lieber mit Abstand dahinter warten, Blickkontakt herstellen und im Zweifel auf den Vorrang verzichten.

Kinder – vor allem auf häufig zurückgelegten Wegen – vorausfahren lassen und dahinter, etwas zur Straßenmitte hin versetzt, fahren. So kann man auf Gefahren hinweisen oder ermutigen: „Du kannst weiterfahren, der Autofahrer in der Einfahrt hat uns gesehen!“

Anders sieht es auf unbekannten Wegen aus: Dann lieber vorausfahren oder bei zwei Begleitpersonen das Kind in der Mitte fahren lassen.

Die fünf gefährlichsten Hotspots

Ob knappes Überholtwerden, zu schmaler Radweg oder unübersichtliche Kreuzung: Hier kann es für Radfahrer in der Stadt gefährlich werden.

• Argentinierstraße:
25 Unfälle gab es auf dem ältesten Radweg Wiens alleine von 2013 bis 2015 – davon waren 15 das Ergebnis von Kollisionen mit Autos. Der Grund: viele querende Straßen, einmündende Gassen sowie Ein- und Ausfahrten. Auch der schmale Radweg direkt neben dem Gehsteig produziert Konflikte. Und: Bei den Ampeln müssen die Radfahrer ungewöhnlich lange warten.

• Schwarzenbergplatz:
Bisher waren hier die Doppel-Linksabbieger die größte Gefahr. Diese wurde zwar nun entschärft und es gibt nur noch eine Linksabbiegespur. Viele Autofahrer halten sich aber noch nicht an die neue Regelung.

• Nussdorfer Straße:
Achtung, "Dooring"! Die Fahrbahn ist hier viel zu schmal für den markierten Mehrzweckstreifen. Radler werden so recht nahe an die geparkten Autos gedrängt. Unfälle durch plötzlich aufgehende Autotüren – daher der Name "Dooring" – sind so die Gefahrenquelle Nummer eins.

• Urania:
Die Schutzinsel ist viel zu klein, die Ampelschaltung für Autos optimiert. Für Radfahrer ist das durchgehende Befahren der Kreuzung in einer Grünphase so unmöglich. Die Folge: Die Verkehrsinsel quillt über, was zu gefährlichen Situationen führt.

• Triester Straße:
So gefährlich, dass kaum jemand dort fährt – die Spuren sind nur für Autofahrer konzipiert. Eigentlich sollten Radler die Fahrbahn mitnutzen. Autos sind hier aber leider oft schneller unterwegs als die erlaubten 50 km/h.

Zur Sache: Radkummerkasten

Der Radkummerkasten hilft, Problemstellen der Stadt, der Bezirksvorstehung oder den Magistraten zu melden: Ort auf der Online-Karte anklicken, Kategorie aussuchen, Situation beschreiben, optional Foto dazu – fertig.

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