Sophienspital: Startschuss für die Umgestaltung

Der denkmalgeschützte „Kenyon-Pavillon“ bleibt als Kennzeichen des Areals erhalten.
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  • Der denkmalgeschützte „Kenyon-Pavillon“ bleibt als Kennzeichen des Areals erhalten.
  • Foto: Agenda Neubau
  • hochgeladen von Andrea Hörtenhuber

NEUBAU. Fast zwei Jahre lang wurde in der Causa Sophienspital verhandelt, jetzt ist die Zukunft des ehemaligen Krankenhauses fix: Auf dem Gelände an der Grenze zu Rudolfsheim soll ein Mix aus Volksschule, Kindergarten, Wohnungen und öffentlichem Park entstehen.

Einen ungefähren Fahrplan gibt es also schon. Aber dabei, was genau gebaut wird, dürfen die Neubauer mitbestimmen – und zwar bei einem offenen Bürgerbeteiligungsverfahren für den sogenannten "Sophienpark", das nächste Woche startet.

Von Bedürftigen bis zu Design-Fans

Hintergrund der Umgestaltung: Die Wiener Spitalsreform machte auch vor Neubau nicht Halt. Im Laufe des Jahres 2016 wurde der Betrieb des Sophienspitals eingestellt, das auf die Behandlung und Betreuung älterer Menschen spezialisiert war. Am 7. Oktober 2017 übersiedelten schließlich die letzten verbliebenen Abteilungen vom Neubau ins Kaiser-Franz-Josef-Spital nach Favoriten.

Danach wurde das rund 13.000 Quadratmeter große Areal gegenüber des Westbahnhofs zwischengenutzt, und zwar vom Fonds Soziales Wien: Im Rahmen des Winterpakets fanden dort bis zu 50 Personen einen warmen und geschützten Raum. Geöffnet war das "Obdach Apollogasse" noch im vergangenen Winter.

Die nächste Zwischennutzung steht übrigens, bevor im nächsten Jahr die Detailplanungen beginnen, noch an: Die heurige Vienna Design Week hat dort nämlich von 28. September bis 7. Oktober ihre Festivalzentrale – Schauplatz der feierlichen Eröffnung und vieler Programmpunkte. Bevor umgebaut wird, wird also erstmal noch gefeiert.

Mit den Detailplanungen startet man dann aber bereits nächstes Jahr. "Ich freue mich, dass die Zukunft des ehemaligen Sophienspitals endlich geklärt ist und hier in den nächsten Jahren ein ganz neues Areal in Neubau entsteht", so Bezirksvorsteher Markus Reiter.

Die Grundpfeiler der Planungen

• Die Grünfläche mit ihrem schönen alten Baumbestand bleibt erhalten und wird als zukünftiger „Sophienpark“ für alle geöffnet. Das wünschte sich übrigens schon Reiters Vorgänger als Bezirkschef, Thomas Blimlinger, wie er der bz damals verriet.

• Leistbare Wohnungen sollen gebaut werden, zudem wird es eine öffentliche Volksschule und einen städtischen Kindergarten geben.

• Und: Der denkmalgeschützte „Kenyon-Pavillon“ bleibt als Kennzeichen des Areals erhalten.

Gemeinsam das Grätzel gestalten

Aber bevor geplant wird, sind die Ideen und Meinungen der Neubauer gefragt: Gemeinsam mit der Agenda Neubau lädt Bezirksvorsteher Markus Reiter zu den ersten Beteiligungs- und Info-Cafés ins ehemalige Sophienspital ein. Ab Mitte Juni ist man an vier Tagen vor Ort:

• Dienstag, 19. Juni
• Mittwoch, 20. Juni
• Dienstag, 26. Juni
• Mittwoch, 27. Juni

Alle Termine finden von 16 bis 20 Uhr statt, der Eingang ist in der Apollogasse 19.

Für alle, die sich lieber elektronisch beteiligen wollen, gibt es laufend neue Informationen auf www.sophienpark.at. Dort kann man auch seine Vorschläge für die Gestaltung einbringen. "Die Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung werden im Anschluss veröffentlicht und in die weitere Planung einfließen", so Reiter.

Ihre Meinung zählt!

Welche Ideen haben Sie für den Park? Welche weiteren Nutzungen können Sie sich vorstellen? Was braucht das neue Sophien-Grätzel noch? Kommentieren Sie direkt unter den Artikel, schreiben Sie per Mail an neubau.red@bezirkszeitung.at oder per Post an bz Neubau, Weyringergasse 35/3, 1040 Wien.

Der denkmalgeschützte „Kenyon-Pavillon“ bleibt als Kennzeichen des Areals erhalten.
Am 7. Oktober 2017 übersiedelten schließlich die letzten verbliebenen Abteilungen vom Sophienspital ins Kaiser-Franz-Josef-Spital. Jetzt kommt der Neustart als "Sophienpark".

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