Umgestaltung Bernardgasse
Wenn die Neubauer rot (und blau und gelb) sehen

Mit der Glara-App kann man sich – wie in einem Computerspiel – anschauen, wie sich etwa neue Bäume auf die Temperatur auswirken.
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  • Mit der Glara-App kann man sich – wie in einem Computerspiel – anschauen, wie sich etwa neue Bäume auf die Temperatur auswirken.
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Wie sieht die Bernardgasse nach dem Umbau aus? Das können Neubauer jetzt schon virtuell erleben.

WIEN/NEUBAU. Alles wird digital – sogar die Bürgerbeteiligung. Unter diesem Motto fiel der Startschuss für den Umbau der Bernardgasse, bei dem die Ideen der Neubauer gefragt sind. In der Bezirksvorstehung (Hermanngasse 24-26) wurde das Konzept vorgestellt: Mit mehr als 80 Personen, die sich für den Umbau der 520 Meter interessierten, war der Festsaal – für Bezirkschef Markus Reiter (Grüne) ein "überraschender Effekt" – gut gefüllt.

Vom Baby in Mamas Tragetasche bis zum Senior war dabei fast jedes Alter vertreten. "Toll. Da merkt man die Diversität, die Neubau ausmacht", so Reiter nicht ganz ohne Stolz. Im Mittelpunkt stand dabei "Glara". Keine Person, sondern eine App, die Interessierte nutzen können, um sich selbst ein 3D-Bild über die neue Bernardgasse zu machen.

Sigrid Thanhäuser sammelte mehr als 300 Unterschriften für die Umgestaltung der schmalen Bernardgasse.
  • Sigrid Thanhäuser sammelte mehr als 300 Unterschriften für die Umgestaltung der schmalen Bernardgasse.
  • Foto: Spitzauer
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Wenn Neubauer rot sehen

Bevor's digital wurde, blieb man aber analog: Mit Pickerl durften die Neubauer auf einer Landkarte Plätze in und rund um die Bernardgasse markieren, die ihnen gefallen (blau), nicht gefallen (rot) und jene, wo es Ideen für Veränderung gibt (gelb). Vorweg: In der Gasse direkt gibt es nicht viele Wohlfühloasen, viele sehen dort gelb, wenn nicht sogar rot.

"Gehen wir's an", gab Reiter den Startschuss für die erste Phase der acht-monatigen Beteiligung. Bis zum Frühjahr 2022 können die Neubauer mitbestimmen: Digital via App und auf www.wien.gv.at/bezirke/neubau sowie traditionell analog mittels Fragebögen, die in Geschäften aufliegen, und Info-Points, die bis 22. Oktober in der Gasse stehen.

Die Infopoints sind bis 22. Oktober in der ganzen Bernardgasse verteilt.
  • Die Infopoints sind bis 22. Oktober in der ganzen Bernardgasse verteilt.
  • Foto: pez
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Bisserl Berlin für Wien

Die Knackpunkte wurden bereits schon vor der Diskussion in Kleingruppen klar: Parkplätze, Hunde samt Gackerl, Freiraum. "Wer soll sich denn auf ein Bankerl dort setzen? Alle, die dort wohnen, haben sowieso einen Garten", meinte eine resolute ältere Anrainerin. Neubau soll "ein bisserl Berlin" werden, forderte hingegen ein jüngerer Neubauer: "Wie wärs, wenn wir die ganze Straße freiräumen? Keine Parkplätze, keine Gehsteige mehr – und uns das mal anschauen? In Deutschland haben solche Projekte gut funktioniert."

Weniger gut kam die Idee bei Unternehmern an: "Wir sind Gewerbetreibende, haben eine Werkstatt und Ateliers in der Bernardgasse – wir brauchen das Auto." In Sachen Flächenwidmung sei jedenfalls der Umgestaltung keine Grenze gesetzt, so Reiter: "Nur Feuerwehr, Rettung, Müllfahrzeuge brauchen Platz. Der Rest ist ein bewusst ganz offen gehaltener Prozess."

Zur Sache: Zeitplan Beteiligungsprozess Bernardgasse

  • Auftaktveranstaltung und Workshop: 14. Oktober 2021
  • Glara-App und Online-Fragebogen: 14. Oktober 2021 bis 7. November 2021
  • Infopoints in der Bernardgasse: 18. bis 22. Oktober 2021
  • Zwischenpräsentation und Workshop: März 2022
  • Infopoints in der Bernardgasse: März 2022
  • Glara-App und Online-Fragebogen: März 2022
  • Abschlusspräsentation: Juni 2022

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