Posamentierer: Altes Handwerk mit Zukunft
Die Neubauer Firma M. Maurer sucht Nachwuchs

In der 6. Generation wird der kleine Betrieb von der Familie rund um Albert und Konrad Maurer bereits geführt.
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  • In der 6. Generation wird der kleine Betrieb von der Familie rund um Albert und Konrad Maurer bereits geführt.
  • hochgeladen von Manuela Griessbach

Nachwuchssorgen hat die Neubauer Firma M. Maurer: Dort kann man das Handwerk des Posamentierers lernen.

NEUBAU. Wer die Firma M. Maurer in der Wiener Kandlgasse besucht, fühlt sich ein wenig wie im 19. Jahrhundert. Hier wird gewebt, gestickt und geflochten. Teils von etwas altmodisch anmutenden Maschinen, teils von Handarbeit werden so genannte Posamente gefertigt. „Darunter versteht man alles, was zur Dekorierung von Kleidern, Pölstern oder Lampen benutzt wird, wie Quasten, Spitzen und Verschlussketten“, erklären uns die beiden Geschäftsführer Albert und Konrad Maurer.

In der 6. Generation wird der kleine Betrieb von der Familie bereits geführt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf präziser Verarbeitung hochwertiger Produkte.


Arbeitsplatz mit Zukunft

Vieles wird noch heute in Handarbeit für individuelle Kundenwünsche hergestellt, so Albert und Konrad Maurer. Doch auch Technik komme zum Einsatz: „Unsere Maschinen sind zum Teil so einzigartig, dass sie Artikel produzieren können, die neue Maschinen nicht mehr herstellen könnten. Für fast jedes Produkt haben wir die richtige Maschine!“ Ihr Sortiment sei dadurch nicht nur vielseitig sondern auch individuell, sind die beiden überzeugt. Sie sehen ihren Beruf deshalb als altes Handwerk mit Zukunft.

Den Druck aus Billiglohnländern wie China spüren die beiden Maurers kaum und ihre Abteilungen Weberei, Stickerei, Handarbeit sowie Näherei und Spinnerei seien zurzeit voll ausgelastet. „Wir denken, dass es immer Kunden geben wird, die auf individuelles Design, hochwertige Materialien und vor allem Handarbeit wert legen!“, betont Konrad Maurer.

Tatsächlich habe die Firma ein sehr großes Kundenfeld. Feuerwehraustatter, Trachtenhäuser, Theater, Vereine und Raumaustatter gehören dazu, aber auch Privatkunden kämen in ihren Verkaufsraum in der Kandlgasse.


Mitarbeiter gesucht

Dennoch wird der Nachwuchs rar. „Viele unserer Mitarbeiter gehen demnächst in Pension, aktuell beschäftigen wir zwei Lehrlinge, wir brauchen aber dringend mehr“, zeigen sich die beiden besorgt.

Geschäftsführer Albert geht deshalb in die Offensive: Er bietet in seinem Betrieb die seltene Möglichkeit eine Lehre zum Textilgestalter mit Schwerpunkt Posamentiererei zu absolvieren. Auch zukünftige Textilmechaniker möchte Maurer ausbilden. Diese wären für die Wartung, Reinigung und Instandhaltung der einzigartigen Maschinen zuständig.
„Wer bei uns eine Lehre macht, kann mit einer langfristigen Festanstellung rechnen. Außerdem kann man rasch in verwandte Berufe wechseln. Ausgebildete Fachkräfte sind immer gefragt“, sind sich die beiden einig. Aber auch ausgelernte Weber und Galonarbeiter werden gesucht.

Interessierte melden sich bei Albert Maurer: albert.maurer@mmaurer.at oder unter Tel: 01/5231043-16.

In der 6. Generation wird der kleine Betrieb von der Familie rund um Albert und Konrad Maurer bereits geführt.

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