15.01.2018, 09:46 Uhr

Behindertengerechtes Spielgerät: Neubau prüft Standorte

Investition in den Nachwuchs: Ein integratives Ringelspiel kostet mehrere zehntausend Euro. (Foto: Eddau)

Alle Parks werden unter die Lupe genommen: Wo kommt das erste behindertengerechte Spielgerät am Neubau hin?

NEUBAU. Wer mit einem behinderten Kind unterwegs ist, hat es oft nicht leicht. Besonders bei der Spielplatz-Suche hapert es häufig: Von rund 700 Wiener Spielplätzen haben gerade mal neun ein spezielles Angebot für Kinder mit körperlicher oder geistiger Behinderung. Auf Initiative der ÖVP soll Neubau hier nachziehen. Bisher gibt es im Bezirk keinen Ort, wo behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam spielen können.

Erste Gespräche vom Bezirk, der für Spielplätze zuständigen MA 42 (Stadtgärten) und dem Hilfswerk haben bereits stattgefunden. Letzteres betreut die "Spielothek", einen Treffpunkt für Kinder mit und ohne Behinderung in der Schottenfeldgasse.

Alle Parks im Rennen

Für den von ÖVP-Chefin Christina Schlosser bevorzugten Standort im Weghuberpark gibt es allerdings noch keine Zusage. "Wir wollen ein ordentliches Konzept, keine Schnellschüsse", so Bezirkschef Markus Reiter (Grüne). Deswegen werden nun alle Parks im Bezirk in Sachen Inklusion überprüft. "Fraglich ist auch, ob ein einzelnes Spielgerät zielführend ist", so Reiter.

Auch wer bezahlt, ist bisher noch nicht geklärt: Der bisherige Geldgeber, der Verein Teddy Schwarzohr, stellt 5.000 Euro zur Verfügung. Ein Spielgerät für behinderte Kinder, etwa ein Drehringelspiel für Rollstuhlfahrer, kostet aber schon mal bis zu 20.000 Euro. "Wir prüfen jetzt erst mal genau, was wo gebraucht wird – und erst dann klären wir die Optionen zur Finanzierung", sagt Reiter.

Hintergrund

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