20.04.2017, 14:31 Uhr

Exil-Literatur Preis: Schreiben zwischen den Kulturen

Die Texte werden auch in einem Sammelband publiziert.

Noch bis 30. April können Autorinnen und Autoren, deren Erstsprache nicht Deutsch ist, Texte einreichen. Der Preis wird bereits seit 1997 vergeben.

MARIAHILF. Literatur kennt keine Grenzen – im Gegenteil: Sie trägt zur internationalen Verständigung bei. Der im Nachbarbezirk Neubau angesiedelte Verein "Exil" nimmt sich seit Jahren dieses Themas an und vergibt seit 1997 den Exil-Literaturpreis. So auch heuer: Noch bis zum 30. April können Texte aus den Gattungen Prosa, Lyrik oder Drama abgegeben werden. Schulprojekte und Jugendtexte sind noch bis 30. Juni willkommen.

Das Ziel ist die Entdeckung und Förderung neuer literarischer Talente in Österreich. Denn gerade jene Menschen, die nicht in Österreich geboren sind, bringen oftmals einen unverstellten Blick auf die deutsche Sprache mit und liefern so wichtige neue Impulse für den heimischen Literaturbetrieb. Dabei stehen oft Themen wie das "Fremdsein" und das "Anderssein" sowie Integration und Identität im Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Darum soll es auch in den eingereichten Texten im weitesten Sinne gehen. Diese werden nicht nur prämiert, sondern auch in der Edition Exil veröffentlicht.

So wurde etwa die bekannte Wiener Autorin Julya Rabinowich entdeckt. Bei dem Literaturpreis werden jährlich Preisgelder in der Höhe von 13.000 Euro in acht Kategorien vergeben. Abgestimmt wird von drei Jury-Teams, in denen jeweils drei Personen sitzen. Teilnahmeberechtigt sind Menschen, die seit mindestens einem halben Jahr in Österreich leben. Die abgegebenen Texte im Umfang von rund zehn Seiten (35 für Schulklassen) müssen von den Autoren selbst in deutscher Sprache verfasst sein. Nur für den Exil-Dramatikerpreis gilt: Einzureichen ist ein fertiges Theaterstück, hier entfällt die Begrenzung der Seitenzahl. Vergeben werden die Preise dann im Rahmen der "Buch Wien" im Herbst. Alle Infos auf www.zentrumexil.at
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